Mihaela Budja

“Wir haben noch viel vor”
Social Media bei der GFT Group

Andrea Wlcek

Andrea Wlcek, Director of Corporate Marketing & CODE_n

Sechs Blogs in vier Sprachen, Xing, LinkedIn, Twitter, Facebook. Auf insgesamt 23 Social Media Kanälen ist die GFT Group mit ihren drei Marken GFT, emagine und CODE_n vertreten. Für Andrea Wlcek, Director of Corporate Marketing & CODE_n, und ihr Team bedeutet das eine große Themenvielfalt und die Kommunikation für unterschiedlichste Zielgruppen. Im Interview erklärt sie, wie das funktioniert, warum Komplexität kein Hindernis sein muss und was ein neuer Social Media Manager mitbringen sollte.

Unter dem Dach der GFT Group verbinden sich drei unterschiedliche Geschäftsmodelle mit einer Vielzahl an Themen und Zielgruppen. Was bedeutet das genau für die Online-Kommunikation der GFT Group?

Andrea Wlcek: In erster Linie Komplexität, aber auch eine spannende Herausforderung. Innerhalb der GFT Group haben wir eine breite Vielfalt an Themen. Grund ist alleine schon die unterschiedliche Ausrichtung unserer beiden operativen

Geschäftsbereiche: GFT bietet innovative IT-Lösungen für den Finanzsektor, emagine ein weltweites Expertennetzwerk für Technologieprojekte. Mit CODE_n haben wir zudem 2011 eine weltweite Innovationsplattform ins Leben gerufen. Kurz gesagt: Wir haben eine Vielzahl an Zielgruppen, die natürlich unterschiedlich angesprochen werden wollen. So ist die Kommunikation für GFT und emagine beispielsweise stark von Geschäftsthemen geprägt. Bei CODE_n stehen digitale Zukunftsthemen im Fokus.

Beim CODE_n-Auftritt auf der CeBIT spielt Social Media-Kommunikation eine wichtige Rolle

Beim CODE_n-Auftritt auf der CeBIT spielt Social Media-Kommunikation eine wichtige Rolle

Wichtig für uns ist aber bei allen drei Marken: Content is king – auf den Inhalt kommt es an. Über alle Kanäle hinweg wollen wir mit starken, glaubwürdigen Inhalten überzeugen und Know-how eine Plattform bieten. Kreative Start-ups weltweit haben ebenso viel Spannendes zu sagen wie erfahrene Experten. Zudem haben die Themen bei aller Unterschiedlichkeit auch eine starke gemeinsame Klammer: In allen drei Bereichen spielen Innovationen und der digitale Fortschritt eine entscheidende Rolle. Von den Synergien profitieren alle.

Social Media Kommunikation lebt vor allem von Geschwindigkeit – und die nimmt immer weiter zu. Wie lässt sich bei dieser Komplexität die Qualität der Beiträge und Themen sicherstellen?

Andrea Wlcek: Mit klaren Strukturen und einem intensiven Austausch. Bei GFT und emagine bedeutet das den konsequenten Dialog zwischen den Ländern wie auch zwischen den Kommunikations- und Fachabteilungen zu fördern. Bei CODE_n gilt es, die Kommunikation innerhalb der weltweiten Community zu koordinieren und voranzutreiben. Nur so lassen sich Themen und Trends erkennen – und von diesen Inhalten lebt Kommunikation. More…

Detlef Kubusch

Versicherungen beim Einsatz von Social Media immer noch sehr zurückhaltend

Der Einsatz von Social Media als Bestandteil des Online-Mix rückt für Unternehmen aller Branchen immer mehr in den Fokus – das gilt auch für Versicherungen. Schließlich nutzen Kunden aller Art die digitalen Kanäle um sich zu informieren, Kaufentscheidungen zu finden und Empfehlungen weiterzugeben. Wir bei GFT wollten wissen, ob Versicherungen die Bedeutung von Social Media inzwischen erkannt haben und haben genauer hingeschaut, wie sich große deutsche Erstversicherungsunternehmen im sozialen Web präsentieren. Das Ergebnis überrascht.

Grundlegend verlagern sich durch Social Media die Berührungspunkte und das Kommunikationsverhalten zwischen der Versicherung, dem Kunden und dem Interessenten. Insbesondere bei den für Versicherungen so wichtigen jungen Zielgruppen verlieren klassische Kommunikationskanäle wie Brief, Fax, Telefon und sogar bereits E-Mails zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig werden das Internet und hier gerade die sozialen Plattformen zum bevorzugten Vertriebs- und Kommunikationskanal. Schließlich lassen sich nirgends Informationen über ein Produkt oder eine Dienstleistung unmittelbarer abrufen als über das Web. Nirgendwo bekommt man schneller eine große Menge an glaubwürdigen Empfehlungen als über die weltweite Online-Community. More…

Detlef Kubusch

Technische Unterstützung für Mund-zu-Mund-Propaganda: CRM-Systeme unter der Lupe

Effizientes Kundenmanagement ist ein Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg. Mit Hilfe von CRM-Systemen sammeln und analysieren Unternehmen möglichst umfassende Informationen über ihre Kunden. Dadurch wollen sie ihre Prozesse auf deren Anforderungen ausrichten, sie mit passenden Marketingmaßnahmen ansprechen. Doch reicht dies heute noch aus? Müssen Unternehmen nicht  angesichts der rasanten Verbreitung von Social Media und der zunehmenden Bedeutung von Mund-zu-Mund-Propaganda zu anderen Mitteln greifen?

Detlef Kubusch – Head of Practice Customer Management bei GFT

Detlef Kubusch – Head of Practice Customer Management bei GFT

Einen Schritt weiter geht Customer Experience Management, kurz CEM. Der Fokus liegt dabei auf Kundenloyalität – die Tatsache immer im Hinterkopf, dass es sehr viel kosteneffizienter ist, Kunden zu halten als neue zu gewinnen. CEM stellt sich die Frage, wie sich die individuelle Zufriedenheit eines Kunden beeinflussen lässt und wie positive Kundenerfahrungen entstehen. Das Ziel: Kunden emotional und langfristig an das Unternehmen zu binden, Fans aus ihnen zu machen. Denn speziell durch Social Media erreichen persönliche Empfehlungen und positive Bewertungen anderer Kunden heute eine komplett neue Dimension und ermöglichen bedeutendes Wachstumspotenzial. More…

Janina Benz

Franz Sebastian Welter (Volksbank Bühl): „Damit Social Media gelingt, braucht es vor allem Führungskräfte, die diesen Prozess nicht nur zulassen, sondern vielmehr aktiv fördern.”

Der Social Media Enthusiast Franz Sebastian Welter ist Bereichsdirektor in der Unternehmensentwicklung bei der Volksbank Bühl. Er hat der deutschen Bankenwelt gezeigt, welches Potential das Thema Social Media beinhalten kann. Die Volksbank Bühl hat nicht nur im Social Web Erfolge gefeiert, sondern auch einen neuen Geschäftsbereich mit der InnovationsWerkstatt aufgebaut. Vor wenigen Tagen wurde in dritter Instanz das Crowdfunding-Projekt „viele-schaffen-mehr.de“ vorgestellt. Ein exzellentes Bespiel, wie lokale Banken sich Social Media zu Nutzen machen können. Franz Sebastian Welter zeigt uns, dass es dabei um mehr geht, als Facebook und Co., sondern vielmehr um eine interne Einstellung zur Innovationskultur.

Franz Sebastian Welter - Bereichsleiter Business Development bei der Volksbank Bühl

Franz Sebastian Welter – Bereichsleiter Business Development bei der Volksbank Bühl

Seit mittlerweile 4 Jahren demonstrieren er und sein Team, wie Online-Kommunikation im Bankengeschäft aussehen kann. Wir freuen uns sehr, dass er sich die Zeit genommen hat uns ein kurzes Interview über die Erfolgsgeschichte der Volksbank Bühl zu geben, vielen Dank dafür!

Janina Benz: Hallo Franz, wie kam es dazu dass die Volksbank Bühl sich vor vier Jahren entschieden hat in die soziale Netzwelt einzutauchen?

Franz Sebastian Welter: In den Jahren 2008 und 2009 haben wir unsere Multikanalstrategie überarbeitet und in diesem Zusammenhang analysiert was im Web passiert. Uns wurde schnell klar, dass das Web 2.0 bzw. Social Media kein kurzfristiger Trend ist, sondern einen Paradigmenwechsel darstellt. Wir wollten besser verstehen was da passiert und uns intensiver mit dem Thema beschäftigen. Ende 2008 haben wir dann unsere ersten Schritte im Web 2.0 gemacht. More…