Thibaut Loilier

Aktuelle Studie von GFT: Wird das Smartphone die Bankfiliale ersetzen?

Ersetzt das Smartphone die Bankfiliale?

Die Kontoführung mit dem Smartphone ist schon längst Alltag

Eine Zukunft ohne Bargeld? Viele Menschen können sich das durchaus vorstellen und sind bereit, ihre Überweisungen und Geldangelegenheiten bald nur noch per Handy durchzuführen. Auf den persönlichen Kontakt mit dem Bankberater will trotzdem kaum jemand verzichten. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle GFT Studie “Will Smartphones Replace Bank Branches?“. Sie gibt einen Überblick über die Erwartungen von Kunden sowie die Trends in der Mobile-Banking-Welt und wagt eine Vorschau in die Bankfiliale der Zukunft.

Dafür wurden im Mai 2013 894 Teilnehmer in fünf Ländern befragt: Brasilien, USA, Deutschland, Großbritannien und Spanien. Zusätzlich wurden für eine Beschreibung der aktuellen Marktsituation bereits existierende Studien analysiert und zukunftsweisende Filialmodelle unter die Lupe genommen.  Weiterlesen …

Michael Gneuss

Gründerzeitstimmung im Mobile Payment

Bezahlen mit dem Smartphone könnte endlich Realität werden. Start-ups entwickeln eifrig neue Lösungen. Doch allein kann es niemand schaffen. Entscheidend wird sein, ob die richtigen Partner zueinander finden.

Ebay mischt über die Tochter Paypal mit, Google ist längst mit der „Google-Wallet“ vorgeprescht und der Shooting-Star im Mobile-Payment-Markt heißt Square, ein Start-up des Twitter-Mitgründers Jack Dorsey. In den USA scheint einmal mehr die Musik zu spielen – auch bei der Entwicklung der mobilen Bezahlsysteme. Weiterlesen …

Miguel Reiser

Welche IT Trends erwarten uns in 2012?

In den vergangenen Wochen war die Medienlandschaft durch die unterschiedlichsten Jahresrückblicke geprägt. Mittlerweile haben wir das alte Jahr hinter uns gelassen und möchten unseren Blick auf die kommenden zwölf Monate richten: Welche IT Trends erwarten uns 2012?  

Bild: Juerg Vollmer (Flickr)

Ein Blick in die einschlägigen Fachmedien zeigt eine einheitliche Prognose, zumindest was den größten aller Trends betrifft – die „Wolke“. Cloud Computing steht unangefochten an erster Stelle. Wiederum nicht verwunderlich: Hat das letzte Jahr genau mit diesem Trend aufgehört, knüpft das neue Jahr natürlich daran an. Doch was genau erwarten wir vom Cloud Computing in diesem Jahr? Die Experten sind sich einig, dass 2012 die Skalierbarkeit der Cloud mit sich bringt. Es existieren immer mehr Cloud-Lösungen und ermöglichen dadurch vielen kleinen und mittleren Unternehmen, mit immer geringerem Kostenaufwand, das neue Segment für sich zu entdecken und aktiv neue Produkte auf den Markt zu bringen. Die Cloud-Technologie wird in den nächsten Monaten den Kinderschuhen entwachsen sein und langfristig den Massenmarkt für sich erobern.  

Ein ebenfalls omnipräsentes Thema stellt der Markt der mobilen Endgeräte dar, welches auch 2012 nicht aus der Medienlandschaft wegzudenken sein wird. Laut der Computerwoche wurden 2011 11,8 Millionen Smartphones verkauft, was einem Wachstum von 31% zum Vorjahr entspricht. Spannend war auch der Erfolgszug der Tablet Computers im vergangenen Jahr; insgesamt wurden 2,1 Millionen Stück verkauft – ein Wachstum von 163%. Der BITKOM prognostiziert für 2012 ein Absatzvolumen von 2,7 Millionen. Dieser Voraussage zur Folge soll der Tablet-Markt um 29% wachsen.  

Nicht nur durch die Smartphones vorangetrieben aber doch maßgeblich davon beeinflusst, ist die Rubrik Social Media, welche den letzten großen Trend von 2012 darstellt. Hier dürfte es dieses Jahr besonders spannend werden, wird doch langsam aber sicher ein Verdrängungskampf am Markt der sozialen Netzwerke immer ersichtlicher. Letztlich wurde diese Entwicklung durch das von Google gelaunchte soziale Netzwerk Google+ mit verursacht.  

Zu den IT Trends im Bankenbereich hat Bernd-Josef Kohl, Head of International Business Consultants bei GFT Technologies, in der letzten Ausgabe der Zeitschrift Banken + Partner ein interessantes Statement gegeben. „Der Bankensektor wird 2012 die nächsten Schritte der Europäisierung gehen. Nicht nur getrieben von der Schuldenkrise, sondern auch im Hinblick auf SEPA. Bis 2013 muss der gesamte Euro-Zahlungsverkehr umgestellt sein – ein Kraftakt, der 2012 zu großen Teilen zu schultern ist. Verstärktes Interesse dürften Branchen-Neueinsteiger an E-Money-Lizenzen zeigen. Weitere – aussichtsreiche- Projekte sind im Mobile Payment zu erwarten. Und: Die Kreditvergabe wird weiter steigen und Anlass zur Modernisierung der Systeme geben.“  

Mehr Informationen zu unseren Kompetenzen im Mobile Banking finden Sie hier, auf unserer Homepage oder treffen Sie uns persönlich auf der CeBIT 2012.

Miguel Reiser

Das Handy als Allround-Talent – vom Telefon zum mobilen Personal Assistant

Längst werden Mobiltelefone nicht mehr nur für den Zweck, für den sie ursprünglich entwickelt wurden, genutzt. Telefonieren ist zur Nebensächlichkeit geworden. Doch so wie das Handy heute kein Handy mehr ist, sondern ein Smartphone, wird auch das Smartphone eines Tages kein Smartphone mehr sein, sondern ein mobiles Universalgerät, das Handy, Portemonnaie, Brieftasche und Schlüsselbund vereint. Möglich macht dies die NFC (Near Field Communication)-Technologie, die der Kernfaktor für den Durchbruch des Mobile Business ist. Allerdings hat sich die Technik in Smartphones längst noch nicht flächendeckend durchgesetzt. Als Zugpferd für den Ausbau der Technologie sehen Branchenkenner Mobile Payment – damit soll die Werbetrommel für NFC gerührt werden. Das Problem: Der Chip allein ist nur die technologische Voraussetzung. Entscheidend ist die Akzeptanz von Finanzanbietern wie Banken, Händlern und Anwender – alle sind Rädchen, um das Uhrwerk zum Laufen zu bringen.

In den letzten Jahren gab es mehrere Pilotprojekte zu Mobile Payment und die immer wiederkehrende Prognose eines sich eröffnenden Milliardenmarkts. Laut einer aktuellen Gartner-Studie bezahlen im laufenden Jahr weltweit mehr als 140 Millionen Menschen Rechnungen per Handy – gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 38 Prozent. Mit Google Wallet startete Google Ende Mai einen neuen Versuch, die elektronische Geldbörse im Markt zu etablieren. Dafür holte sich das Unternehmen Unterstützung von namhaften Kooperationspartnern: Aus der Finanzwirtschaft sind Citibank und Mastercard mit an Bord, die Politik unterstützt einen Feldversuch in New York und mit American Eagle Outfitters sowie Bloomingdale’s sind prominente Händler dabei.

Für Banken ist es höchste Zeit, im NFC-Umfeld Fuß zu fassen. Sie müssen sich beeilen, ihre Beraterposition zu festigen, wenn das Smartphone immer mehr zum zentralen Medium für Bankgeschäfte und Zahlungsverkehr wird. Geraten sie in die Rolle eines reinen Backend-Transaktionspartners, könnten sie in dieser Funktion eines Tages ganz herausgedrängt werden. Abhilfe schafft der so genannte Trusted Services Manager (TSM). Er gilt als vielversprechender Versuch, den Zugang zur NFC-Technologie zu managen. Dienste und Applikationen, die auf dem Smartphone installiert werden, müssen über den TSM abgewickelt werden. Damit wird der Trusted Services Manager zur direkten Schnittstelle zum Kunden. Eine Riesenchance für Kreditinstitute: Als Mit-Gesellschafter eines TSMs wird es für sie einfacher sein, auf Dauer mit eigenen Angeboten auf mobilen Endgeräten sichtbar zu bleiben.