Filiz Sarah Gärtner

Mobile Banking per Display-TAN: Sicher und gleichzeitig komfortabel

Chip-TAN, SMS-TAN, Smartphone-TAN: Es gibt einige Verfahren, zwischen denen Banken und Kunden derzeit wählen können, wenn sie mobil bezahlen wollen. Bis ins Detail überzeugen konnte jedoch keine der Methoden, denn Experten wissen: sie sind entweder sicher oder eben komfortabel, beides gleichzeitig war bisher nicht möglich. Das könnte sich ändern, denn ein Spin-Off der Uni Tübingen hat die Display-TAN entwickelt: eine multifunktionale Bankkarte, die Sicherheit und Komfort bietet. Wir haben mit dem Entwickler des Verfahrens, Dr. Bernd Borchert von der Uni Tübingen, über die Funktionsweise und die Vorteile für Banken und Kunden gesprochen.

Dr. Borchert, erklären Sie doch in einem Satz, was es mit Ihrem Display-TAN-Verfahren auf sich hat.

BBFotoBorchert: Display-TAN ist, kurzgesagt, ein in die Bankkarte integrierter TAN-Generator. Das Verfahren verbindet die Eigenschaften einer herkömmlichen EC-Karte mit der Funktionsweise eines TAN-Generators und macht das Überweisen dadurch nicht nur deutlich komfortabler, sondern auch sicherer. Ich habe also mein Smartphone und brauche ansonsten nur meine EC-Karte. Sie ist mit einem mit einem „An/OK“ und „Aus/Cancel-Button“ und einem Display ausgestattet, unterscheidet sich ansonsten aber nicht von ihren Vorgängern.

Welche Vorteile bietet Display-TAN gegenüber den Verfahren, die momentan angeboten werden?

Borchert: Die Vorteile für den Kunden sind offensichtlich: Ich benötige lediglich mein Smartphone und meine Bankkarte, wenn ich eine Überweisung durchführen will. Ich brauche kein zusätzliches Gerät, für das ich zahlen und das ich immer griffbereit haben muss. Selbst, wenn die Kosten für die Display-TAN Karte vom Kunden getragen würden, wären diese nicht höher als bei der Investition für einen TAN-Generator. Darüber hinaus gibt es vier grundlegende Anforderungen, die ein Verfahren wie unseres erfüllen muss um einen echten Vorteil zu bieten: es muss sicher, benutzerfreundlich, flexibel und zuverlässig sein. Was einleuchtend klingt, ist in der Umsetzung hoch kompliziert: keine der derzeit am Markt verfügbaren Methoden erfüllt alle diese Anforderungen gleichzeitig.

Und Ihr Verfahren erfüllt all diese Basic Needs?

Borchert: Ja. Um noch genauer zu werden: Es gibt sichere Methoden, die umständlich sind und benutzerfreundliche Methoden, denen der hundertprozentige Sicherheitsaspekt fehlt. Beim SMS-TAN-Verfahren steht ganz eindeutig die Benutzerfreundlichkeit im Vordergrund, leider wird jedoch der Sicherheits- und Mobilitätsaspekt vernachlässigt. Gleiches gilt für das Smartphone-TAN-Verfahren. Die Chip-TAN Methode hingegen ist sicher, verliert aber in den beiden anderen Punkten. Alle drei genannten Methoden sind nicht hundertprozentig zuverlässig. Unsere hingegen erfüllt alle Anforderungen, weshalb wir auch davon überzeugt sind, dass die Banken sich dafür interessieren werden.

Für welche Bereiche kann Ihre Display-TAN Karte genutzt werden?
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Filiz Sarah Gärtner

GFT und die Digitalisierung der Finanzbranche – Teil 2

IT-Lösungen in 11 Ländern, an über 30 Standorten, ein weltweites Team von 3.600 Mitarbeitern: Die GFT Group ist für ihre Kunden immer genau dort im Einsatz, wo sie gebraucht wird. Damit ist sie ganz nah am Geschehen und mitten drin im digitalen Transformationsprozess. In Teil 2 der Videoserie geben Senior Manager aus Italien, Spanien und Brasilien Einblicke in die Entwicklung der Banken vor Ort.

Standard für den italienischen Markt: Die GFT Mobile Payment Lösung Jiffy

Maurizio Ferraris, Senior Manager bei GFT Italien, spricht über den rasant wachsenden Mobile Payment Markt in Italien, erläutert die Besonderheiten der Lösungen von großen Wettbewerbern wie Google und Apple und stellt GFTs eigene Lösung Jiffy vor. Diese Lösung wurde gemeinsam mit SIA S.p.A. (www.sia.eu) entwickelt und ist bereits heute sehr erfolgreich.

Auch in Spanien sind einige Banken verglichen mit anderen europäischen Instituten bereits sehr weit, wenn es um das Thema Digital Banking geht. Warum, weiß Carlos Eres, Managing Director bei GFT in Spanien. Am Standort Sant Cugat entwickelt man im Digital Banking Lab von GFT innovative Prototypen. Darüber hinaus werden in gemeinsamen Workshops die Innovationsideen der Kunden mit den Möglichkeiten heutiger Technologien zusammengebracht um eines zu erschaffen: Die Bank von morgen.

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Filiz Sarah Gärtner

GFT und die Digitalisierung der Finanzbranche – Teil 1

GFT ist strategischer IT-Partner für Finanzinstitute auf der ganzen Welt. Erfahrene Mitarbeiter in elf Ländern treiben mit innovativen Ideen, neuen Technologien und zukunftsfähigen Lösungen die Digitalisierung der Bankbranche voran. So unterschiedlich die Entwicklung in den einzelnen Ländern scheint, ein Grundsatz gilt für alle Banken gleichermaßen: Der Kunde rückt bei sämtlichen Digital Banking Aktivitäten in den Fokus. In Teil 1 unserer Videoserie erzählen Führungskräfte aus Deutschland vom aktuellen Stand.

Die Digitalisierung der Finanzbranche – Druck von außen

Deutschland, so Bernd Kohl, Head of Business Consulting GFT Germany, ist das Land des Bargelds und der Girocards. Es ist auch das Land des Datenschutzes und der Datensicherheit. Diese beiden Tatsachen haben die Banken hierzulande unbeweglich gemacht. Doch nun kommt Druck in den Finanzmarkt – und zwar von außen. Die Digitalisierung unserer Gesellschaft und die Kunden selbst zwingen die Banken zu einem wichtigen Schritt: sie beginnen radikal umzudenken. Es gilt nun die Prozesse zu vereinfachen und effizienter zu werden, um so Lösungen zu finden, die der Kunde nutzen kann und will.

Die Bedürfnisse der Kunden erfordern eine allumfassende Digitalisierungsstrategie bei Banken

Diese neuen technischen Lösungen haben zur Folge, dass sich die Interaktion zwischen Kunde und Bank verändert. Marika Lulay, Chief Operating Officer bei GFT, betont, dass eine allumfassende digitale Strategie für Banken daher unausweichlich ist. Gleichzeitig stellt sie eine enorme Herausforderung für die Banken dar. Die Zusammenarbeit mit Fintech Startups kann hier neue Ideen und Impulse geben. GFT hilft als Mediator zwischen jungen Fintechs und etablierten Finanzinstituten und sorgt letztendlich dafür, dass die digitale Strategie implementiert und die Bedürfnisse des Kunden berücksichtigt werden. More…

Dirk Baranek

GFT auf der Fachkonferenz „Zahlungsverkehr der Zukunft“

Ende Februar in Köln. 100 Finanzexperten und Bankeninsider treffen sich auf einer vom Bank-Verlag ausgerichteten Konferenz zum Thema „Zahlungsverkehr der Zukunft“. Der Schwerpunkt der Tagung liegt in diesem Jahr auf den modernen Technologien und innovativen Anwendungen im Bereich der Finanzdienstleistungen, speziell im Zahlungsverkehr. Startups im Zahlungsverkehr (Fintechs) setzen auf neue technologische Möglichkeiten, um Zahlungen einfacher und kostengünstiger abzuwickeln. Dazu gehören beispielhaft mobile Bezahlvorgänge, bei denen der Zahlungspflichtige ein Mobiltelefon oder Tablet zur Initiierung, Autorisierung und Realisierung der Zahlung am Point of Sale und im Internet einsetzt.

Med Ridha Ben NaceurAuf der Konferenz berichtete Med Ridha Ben Naceur, Principal Consultant bei GFT, (Foto rechts) über die mobile Bezahllösung Jiffy, die GFT für den italienischen Markt mitentwickelt hat. Wir haben mit Med Ridha über die Ergebnisse der Konferenz gesprochen.

Med Ridha, was wurde auf der Konferenz in Köln diskutiert? Wie ist dein Eindruck über die Stimmung in der Branche in Bezug auf die Zukunft des Zahlungsverkehrs?

Med Ridha Ben Naceur: Die Stimmung ist im Prinzip gut. Man ist, um im Branchenjargon zu bleiben, vorsichtig optimistisch, auch in Zukunft bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs eine wichtige Rolle zu spielen. Indiz für diese Einschätzung ist auch ein Vergleich zu den Themen im Vorjahr. 2014 wurde viel über PayPal diskutiert, über Bitcoin und welche Probleme diese Konzepte den Banken in der Zukunft noch bereiten werden.

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