Bernd-Josef Kohl

Smartphone-Geldbörse der nächsten Generation – Deutschland-Premiere auf der CeBIT

Logo Jiffy14 Millionen Bundesbürger können sich laut Hightech-Verband BITKOM vorstellen, beim Shoppen nur noch mit dem Smartphone zu bezahlen. Eine universell einsetzbare Mobile-Payment-Lösung lässt in Deutschland aber weiter auf sich warten – ganz im Gegensatz zu Italien: Dort hat GFT mit dem Zahlungsverkehrs-Dienstleister SIA eine Digital Wallet eingeführt, die auch Überweisungen an Einzelpersonen unterstützt. Das erfolgreiche Konzept wird im Rahmen des Digital Banking Lab auf der CeBIT vorgestellt (CODE_n-Halle 16, Stand D30).

Warum immer ein Portemonnaie mit Kleingeld oder Plastikkarte einstecken, wenn man viel bequemer mit dem Smartphone bezahlen könnte? Das fragen sich immer mehr Deutsche, die ihr Mobilgerät oft nur noch zum Schlafen aus der Hand legen. Momentan ist der Mobile Payment-Markt aber stark segmentiert, die Möglichkeiten, mit dem Handy zu bezahlen noch rar gesät. Eine günstige Zeit für Banken, sich auf einen gemeinsamen Standard zu einigen, bevor es zu spät ist und Apple, Paypal & Co. den lukrativen Zukunftsmarkt unter sich aufteilen.

Ein Blick über die Alpen genügt, um zu erkennen, wie sich Banken erfolgreich als Anbieter einer smarten Bezahllösung profilieren, wenn sie die Wünsche ihrer Kunden ernst nehmen. More…

Filiz Sarah Gärtner

Informieren, Schützen, Nutzen. BITKOM Leitfaden zum Online-Banking erschienen.

Internet, Computer und Smartphone sind aus dem alltäglichen Leben der Bundesbürger kaum noch wegzudenken. Nur bei einem Trend sind die Verbraucher in Deutschland weiterhin zurückhaltend: Im internationalen Vergleich werden online und mobile Zahlungsmöglichkeiten hierzulande nur zögerlich angenommen. Die BITKOM Arbeitsgruppe Mobile Payments & Banking Innovations des Dialogkreises Banking & Financial Services hat dieses Phänomen unter die Lupe genommen und einen Leitfaden zum Thema „Online-Banking“ entwickelt.

bitkom_onlinebanking

Andreas Ebner, Senior Business Consultant der GFT Gruppe, hat im aktuellen Blogbeitrag Sollten Banken Personal Finance Management anbieten? Und ob! bereits gezeigt, welche Möglichkeiten Fintechs und etablierte Banken in der Personal Finance Management Entwicklung haben. Für den Leitfaden hat er nun seinen Input gegeben, um die ganze Bandbreite der Thematik aus Sicht des Kunden zu beleuchten: Welche Kommunikationskanäle und Funktionsweisen gibt es bereits, welche Möglichkeiten habe ich als Endverbraucher? Und wie real sind die Gefahren über die so viel berichtet wird? More…

Dr. Hansjörg Leichsenring

FinTech Startups: Bedrohung für die etablierten Banken?

Seit rund fünf Jahren gründen sich weltweit viele Startups mit dem Ziel, Produkte und Leistungen im Bereich Finanzdienstleistungen über den Vertriebskanal Internet anzubieten. Das Interesse an diesen FinTech-Startups steigt. Doch noch müssen sie beweisen, dass sie sich mit ihren Angeboten auf lange Sicht durchsetzen können.

Insbesondere in letzter Zeit sind hohe Unternehmensbewertungen, Finanzierungsrunden und Übernahmen (1) in diesem Bereich zu beobachten. Das globale Investment in FinTech-Unternehmen ist in den letzten drei Jahren viermal so schnell gewachsen, wie das des gesamten Venture-Capital-Bereichs. Seit 2008 haben sich die weltweiten Investitionen in FinTech-Unternehmen auf fast drei Mrd. USD verdreifacht. Dieser Trend wird sich fortsetzen und in 2018 werden die weltweiten Investitionen in diesem Bereich auf 8 Mrd. USD steigen, so eine aktuelle Studie (2).

New York und London haben sich dabei zu den wichtigsten Standorten entwickelt, doch auch bei uns gibt es immer mehr dieser neuen Anbieter. Eine Studie (3) zeigt, dass es derzeit über 100 FinTech-Startups allein im DACH-Raum gibt. Es scheint, dass hier ein interessanter Trend Fahrt aufnimmt.

Startup Bootcamp Cairo

Foto: Mai 2014 – Bootcamp für FinTech-Startups in Kairo. Von Startup Mena als CC auf Flickr

Angebotsschwerpunkte der FinTech-Startups

Bei der Angebotspalette lassen sich zwei Schwerpunkte beobachten:

More…

Bernd-Josef Kohl

Apple Pay in Deutschland: Springen Sparkassen und Volksbanken jetzt auf den Zug auf?

Es ist kaum zwei Monate her, dass Apple seinen iPhone-Bezahldienst Pay vorgestellt hat und schon kommt auch hierzulande Bewegung in den Mobile-Payment-Markt. Sowohl Sparkassen als auch Genossenschaftsbanken zeigen Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen. Aus Kundensicht eine gute Nachricht. Fraglich bleibt nur, ob sich die deutschen Banken auch auf einheitliche Standards einigen werden.

Apple Pay

Es überrascht kaum, dass Apples Einstieg in das Geschäft mit mobilen Bezahldiensten auch deutsche Finanzinstitute unter Zugzwang setzt. Schließlich könnte es der entscheidende Impuls sein, der dem Markt für mobiles Bezahlen nun endlich Dynamik verleiht. Im Blogbeitrag Mobile Payment mit iPhone 6: Deutsche Banken stehen jetzt unter Druck hatte ich das Zeitfenster skizziert, das sich nach dem Eintritt von Apple in den Mobile-Payment-Markt für deutsche Banken öffnet. Sparkassen und Volksbanken scheinen es nun nutzen zu wollen. Beide Verbände bestätigten in Medienberichten, dass sie Interesse an einer Zusammenarbeit haben.

Win-Win-Situation zum Greifen nah
Damit treffen sie die richtige Entscheidung, wollen sie noch eine Chance haben, die künftige Entwicklung hierzulande mitzugestalten und nicht anderen das Spielfeld überlassen. Es ist zu erwarten, dass Gespräche zwischen Apple und den Sparkassen sowie den Volks- und Raiffeisenbanken erfolgreich verlaufen werden. Schließlich könnte eine Zusammenarbeit, richtig angepackt, zur klassischen Win-Win-Situation werden – und die ist nun, bei aller öffentlichen Zurückhaltung der Akteure, zum Greifen nah. Deutsche Finanzinstitute blieben wichtige Akteure im Zukunftsmarkt Mobile Payment. Apple erhielte Zugang zu Millionen Sparkassen- und Volksbankkunden. Auch das sensible Thema Datenschutz dürften die US-Amerikaner im Blick haben: Schließlich genießen beim deutschen Verbraucher hiesige Banken immer noch mehr Vertrauen als globale US-Konzerne.

More…