Thibaut Loilier

Aktuelle Studie von GFT: Wird das Smartphone die Bankfiliale ersetzen?

Ersetzt das Smartphone die Bankfiliale?

Die Kontoführung mit dem Smartphone ist schon längst Alltag

Eine Zukunft ohne Bargeld? Viele Menschen können sich das durchaus vorstellen und sind bereit, ihre Überweisungen und Geldangelegenheiten bald nur noch per Handy durchzuführen. Auf den persönlichen Kontakt mit dem Bankberater will trotzdem kaum jemand verzichten. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle GFT Studie “Will Smartphones Replace Bank Branches?“. Sie gibt einen Überblick über die Erwartungen von Kunden sowie die Trends in der Mobile-Banking-Welt und wagt eine Vorschau in die Bankfiliale der Zukunft.

Dafür wurden im Mai 2013 894 Teilnehmer in fünf Ländern befragt: Brasilien, USA, Deutschland, Großbritannien und Spanien. Zusätzlich wurden für eine Beschreibung der aktuellen Marktsituation bereits existierende Studien analysiert und zukunftsweisende Filialmodelle unter die Lupe genommen.  Weiterlesen …

Simone Hedler

Schluss mit Standardlösungen? Aktuelle Trends im Core Banking

Das Finanzmagazin Banken+Partner hat in seiner heutigen Ausgabe einen Sonderteil zum Thema Core Banking veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht das Spannungsfeld von Standardisierung und Flexibilität, in dem sich Finanzinstitute bei der Weiterentwicklung ihrer Systeme momentan befinden. Der GFT Core-Banking-Experte Claus Heller war dafür Mitglied einer Expertenrunde zu aktuellen Kernbankentrends und hat zusätzlich seine Einschätzung der aktuellen und zukünftigen Situation in einem Fachartikel beschrieben. Wir haben ihn aus diesem Anlass zu den aktuellen Entwicklungen im Core Banking befragt.

Claus Heller - Principal Consultant für Kernbankensysteme bei GFT

Claus Heller – Principal Consultant für Kernbankensysteme bei GFT

Welche Anforderungen kommen durch Mobile Banking & Co auf Kernbankensysteme zu?

Claus Heller: Ich denke, die größte Herausforderung wird das Thema Flexibilität sein. Neben dem Onlinebanking sind verschiedene neue Vertriebskanäle wie beispielsweise Smartphones oder Webportale hinzugekommen. Starre Systeme werden den neuen Vertriebsmodellen, die dadurch entstehen, nicht gerecht. Denn in Zukunft wird der Kunde mehr Interaktion mit seiner Bank fordern und z.B. Onlineberatung intensiver in Anspruch nehmen. Eine weitere Herausforderung wird sein, die damit verbundenen Sicherheitsrisiken auszuschalten. Dazu kommen neue gesetzliche Anforderungen wie SEPA oder FATCA und technische Trends – dabei denke ich vor allem an Big Data oder Cloud Computing. Weiterlesen …

Janina Benz

Digital Powerhouse auf der CeBIT 2013: Von Big Data bis SEPA dreht sich bei GFT alles um mobile Lösungen für den Finanzsektor

Der Finanzsektor erlebt derzeit eine digitale Revolution, die neuen Geschäftsmodelle erfordern schnellere Reaktionszeiten und besseren Kundenservice. Sowohl im Banking als auch in der Beratung laufen Prozesse zunehmend über mobile Technologien ab. Gleichzeitig müssen riesige Datenmengen in Echtzeit analysiert werden, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Auf der CeBIT präsentieren wir in Halle 16 mobile Lösungen von Big Data bis SEPA für die Bankberatung und den Zahlungsverkehr.

Banken und Sparkassen müssen Informationen über Finanzprodukte und -risiken in Echtzeit und vor allem sicher bereitstellen – über alle Arten von Endgeräten. Wie dies aussehen kann, erleben die CeBIT-Besucher in Hannover vom 5. bis 9. März am Stand von GFT.

GFT auf der CeBIT in Halle 16

GFT auf der CeBIT in Halle 16

 

Diese Lösungen präsentieren wir vom 5. bis 9. März auf der CeBIT in unserem „Digital Powerhouse“:

SAP HANA Kreditscoring in Echtzeit

Mit In-Memory-Datenbanken können Banken große Datenmengen während des Beratungsgesprächs auswerten. Unsere vorgestellte Lösung basiert auf der Technologie SAP HANA. Kunden profitieren davon, dass wichtige Informationen in Echtzeit verfügbar sind.

Mobile TAN-Identifizierung

Gemeinsam mit der Eberhard-Karls-Universität Tübingen entwickelt GFT eine Smartphone-basierte Lösung, mit der Bankkunden ihre Online-Aufträge autorisieren können. Dabei wird zunächst ein 2D-Code am Bildschirm gescannt. In Kombination mit der Girocard berechnet die App eine TAN, die dann am PC eingegeben werden kann.

SEPA Quick Check für Unternehmen

Ab Februar 2014 wird Europa zu einem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, kurz SEPA. Auch deutsche Banken und Unternehmen müssen ihre Überweisungen dann nach den entsprechenden Richtlinien tätigen. Mit der neuen Smartphone-App von GFT können sie schnell und einfach überprüfen, ob ihre Zahlungssysteme bereits fit für SEPA sind.

Mobile Banking über verschiedene Plattformen

Eine Multiplattform-Architektur ist eine entscheidende Eigenschaft von mobilen Anwendungen, damit sie zukunftsfähig bleiben. Wir präsentieren eine Reihe neuer Finanz-App, die genau das leisten. Sie sind gleichermaßen geeignet für Smartphones und Tablets, sie laufen unter Android genauso wie unter iOS und verfügen über verschiedene Sprachversionen.

Wie im vergangenen Jahr präsentiert sich GFT im Rahmen von CODE_n auf der CeBIT in Hannover Die von GFT ins Leben gerufene Initiative bringt 50 internationale Start-ups in einer eigenen, künstlerisch gestalteten Messehalle zusammen.

In diesem außergewöhnlichen Umfeld der Halle 16 findet am Donnerstag, 7. März, ab 11:30 Uhr ein GFT Pressegespräch statt. Dabei informiert Marika Lulay die von GFT entwickelte Lösung zum Thema „Big Data mit SAP HANA: Kreditscoring in Echtzeit“. Bei Interesse,  melden Sie sich hierzu bitte per Mail an presse@gft.com an.

 

 

Karl Rieder

Native oder HTML5-Apps? Die Krux der Programmiersprachen

Die Gemeinde der App-Entwickler beschäftigt sich schon länger mit der Frage, ob sich zukünftig Native oder Web-Apps bei mobilen Applikationen durchsetzen werden.

Die Diskussion ist spannend und obendrein sehr wichtig, denn eine Entscheidung für einen der beiden Ansätze hat weitreichende Auswirkungen: Bei der Entwicklung beeinflusst sie die Kostenstruktur, die eingesetzten Technologien und die benötigten Skills. Darüber hinaus wirkt sich die Wahl der Programmiersprache auf Qualität, Usability und Leistung der Apps aus. Viele Kunden, mit denen ich gesprochen habe, sind daher unsicher, was der für sie richtige Weg ist.

Karl Rieder - Senior Manager bei GFT Service Delivery

Karl Rieder – Senior Manager bei GFT Service Delivery

Die richtige Technologie für Mobile Apps? Keine leichte Entscheidung!

Native Apps gelten als besonders nutzerfreundlich und leistungsstark. Allerdings müssen sie für jedes der vier großen Smartphone-Betriebssysteme (iOS, Android, Windows Mobile und Blackberry) individuell entwickelt werden.
Die Programmiersprache auf HTML5-Basis ist deutlich wirtschaftlicher, da eine mehrfache Entwicklung derselben App nicht notwendig ist. Als gängigste Programmiersprache verfügt HTML5 außerdem über ein reichhaltiges Angebot an Benutzerschnittstellen. Andererseits ist es mit HTML5 jedoch schwieriger, Smartphone-Funktionen wie Telefon, Kamera, GPS oder Kalender in die Applikation einzubinden.

Seit meinem letzten Beitrag zu diesem Thema Anfang Juli, kamen einige neue Tools auf dem Markt. Sie beinhalten die unterschiedlichsten Ansätze, um Apps auf HTML5-Basis zu entwickeln.

Auf der einen Seite gibt es Programmbibliotheken wie JQuery Mobile, die das Erstellen von webbasierten Anwendungen im „Look and Feel“ von Native Apps erleichtern und sogar in einem Browser starten. Auf der anderen Seite haben wir Mobile Enterprise Application Platforms wie die Unwired Platform von SAP. Diese ermöglicht es Entwicklern, Native Apps zu entwickeln – jedoch mit einer einzigen Code-Basis für alle Betriebssysteme. Dazwischen tummelt sich natürlich auch noch einiges an Konkurrenz. Hervorzuheben sind Sencha Touch und Adobe PhoneGap, die zwei vielleicht beliebtesten Anwendungen auf dem Markt. Um die Angelegenheit noch komplizierter zu machen, können viele der Technologien auch kombiniert werden. Kein Wunder, dass Unternehmen sich mit ihrer Entscheidung schwer tun.

Einen Königsweg gibt es nicht

Vermutlich wird uns die Debatte über die Vor- und Nachteile von Native und Web-Apps noch einige Zeit beschäftigen. HTML5 ist kein Allheilmittel, und native Applikationen haben noch immer eine hervorragende Endqualität. Persönlich vermute ich, dass sich in naher Zukunft keine der Methode klar durchsetzen wird, sondern immer mehr Mischformen möglich sein werden.

Am Ende entscheiden die Unternehmensziele

Während einige Anwendungen eine einfache, intuitiv zu bedienende Oberfläche sowie eine weite Verbreitung zum Hauptziel haben. Steht bei anderen Apps eine höchst dynamische Oberfläche und enge Verflechtung mit den umfangreichen Funktionalitäten des Mobiltelefons im Vordergrund.

Ziehen wir den Bankensektor als Beispiel heran. Werden sich dort Unternehmen für den kosteneffizienten HTML5-Ansatz entscheiden, möchten sie den maximalen Output aus ihrem Budget herausholen können. Bei anderen spielt Geld eine untergeordnete Rolle, dafür steht aber die Usability für die Kunden im Fokus. Hier wird die Entscheidung zugunsten einer nativen Applikation ausfallen.

Letztendlich geht es darum, sich für jene Technologielösung zu entscheiden, die am besten zu den eigenen Unternehmenszielen passt. Ob dies dann eine Native, eine Web-App oder eine Mischform aus beiden ist, das bleibt abzuwarten.

Dieser Artikel wurde zuerst auf www.finextra.com veröffentlicht.