Peter Mandl

Biometrie bei Banken: Noch fehlt es an Standards und Erfahrungen

Biometrische Verfahren sind die Zukunft – diese Aussage hört man seit einigen Jahren. Besonders nach Phishing- oder Skimming-Attacken ist der Ruf nach mehr Sicherheit in der Finanzbranche groß. Gleichzeitig spielen aber auch Komfort- und Kostenaspekte eine Rolle. Richtig ist: Biometrische Verfahren können hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen. Sie sind jedoch immer Teil einer Gesamtlösung. Wer wissen will, ob und wie er auf Biometrie für Sicherheit im Bankbetrieb setzen soll, muss vor allem eines: Erfahrungen sammeln. Und genau das passiert noch in zu wenigen Finanzinstituten.

Biometrie Fingerabdruck

Trotz aller Begeisterung für die technischen Möglichkeiten und konkreter Anwendungsszenarien blieb für Biometrie bislang innerhalb der Finanzbranche der Durchbruch zum flächendeckenden Einsatz aus. Zu groß waren die Hürden, zu gering im Vergleich zum geschätzten Aufwand die Notwendigkeit. Das könnte sich nun durch die aktuellen Entwicklungen im Mobile Payment und Mobile Banking Bereich ändern. Aber auch von anderer Seite kommt seit einigen Monaten Bewegung in das Thema.

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Bernd-Josef Kohl

Mobile Payment mit iPhone 6: Deutsche Banken stehen jetzt unter Druck

Erlebt die IT-Welt ein Déjà-vu? Jahrelang waren Tablet-Computer nicht mehr als eine gute Idee, der niemand den Steigbügel zum Markterfolg reichen konnte. Die Geräte waren eher Prototypen, eine überzeugende Dienste-Infrastruktur dahinter hatte niemand – bis Apple kam und das iPad zum Kassenschlager machte. Mobile Payment war bisher so etwas wie der Tablet-PC, den einst Microsoft-Gründer Bill Gates dem Publikum schmackhaft machen wollte – plausibel, aber irgendwie dann doch nicht richtig begehrenswert. Und nun wieder Apple mit Apple Pay. Für das deutsche Kreditwesen Druck und Chance zugleich.

Apple Pay

Mobile Payment in Deutschland, war da was? Hier und da hat ein Verbraucher eine Karte im Portemonnaie, mit der man kontaktlos bezahlen könnte. Meist bleibt es aber beim Konjunktiv, da es an den Kassen im Handel oder der Gastronomie nur rund 40.000 passende Gegenstücke derzeit gibt, die mit den NFC-Signalen auch was anfangen könnten. Google hat mit Google Wallet bereits eine Lösung vorgelegt, das Smartphone zur Geldbörse zu machen. Mit der Telekom und Vodafone sind auch bereits zwei Telekommunikationsriesen in Sachen NFC unterwegs. Die Resonanz bislang: kaum wahrnehmbar. Auch weil Banken und Sparkassen das Thema stiefmütterlich behandeln, sie setzen nach wie vor auf ihre Girokarten.

Jetzt also Apple. Mit einer Menge Aufmerksamkeit und Erwartungen. Bis Apple Pay in Deutschland verfügbar sein wird, dauert es noch ein wenig. Apple wird die Zeit nutzen, um hierzulande – wie in den USA – wichtige Partner zu gewinnen. Die deutsche Kreditwirtschaft sollte schnell zu einer Entscheidung kommen, ob sie solch ein Partner sein möchte. Sonst läuft sie Gefahr, in der Zukunft nur noch Zuschauer am PoS zu sein. Es spricht viel für einen neuen Coup des Unternehmens aus Cupertino im Silicon Valley.

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Janina Benz

Erwin Selg (CTIO GFT Group): “Die meisten Unternehmen, die sich mit Big Data befasst haben, sind nicht über den experimentellen Status hinaus gekommen.”

Big Data ist nicht umsonst ein Trend, der viele Unternehmen stark beschäftigt. Tagtäglich produzieren wir Unmengen an Daten. Laut einer Studie von IBM, sind es täglich 2,5 Quintillionen Bytes neuer Daten, die durch Nachrichten, Online-Transaktionen oder Aktivitäten in den sozialen Netzwerken produziert werden. Wie kann die Informationsflut analytisch beherrschbar gemacht werden? Was genau versteckt sich hinter dem Megatrend? Wir haben mit Erwin Selg, CTIO bei GFT, gesprochen und nach seiner Expertenmeinung gefragt.

Erwin Selg - CTIO GFT Group

Erwin Selg – CTIO GFT Group

Janina Benz: Hallo Erwin. Big Data ist omnipräsent momentan. Es geht um Daten, doch was unterscheidet die ursprüngliche Datenverarbeitung und -analyse vom Megatrend Big Data?

Erwin Selg: Insbesondere durch die zunehmend maschinelle Erzeugung von Daten entstehen riesige Datenvolumina, die sich alle 2 Jahre verdoppeln. Herkömmliche Datenbanken oder Visualisierungstechnologien können diese Datenmengen schlichtweg nicht verarbeiten. More…

Janina Benz

GFT beim deutschen IT-Gipfel in Essen

Am 13. November 2012 treffen sich in Essen wieder die führenden Köpfe der deutschen IT-Branche. Der Anlass: das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) lädt zum siebten nationalen IT-Gipfel. Durch das diesjährige Motto „digitalisieren_ vernetzen_ gründen“ soll der Innovationsstandort Deutschland gestärkt werden und Politik, Wirtschaft und Wissenschaft können Maßnahmen für die Zukunft anstoßen.

In acht Arbeitsgruppen werden sich die Gespräche hauptsächlich rund um die Schwerpunkte Vernetzung, Unternehmensgründung und smarte IT-Anwendungen drehen. Diskussionsthema wird auch die Leistungsfähigkeit des IT-Standortes Deutschland sein – was muss geschehen, um Deutschland zum globalen Vorreiter in Sachen Informationstechnologie zu machen?

Wirtschaft und Politik wissen um die Innovationskraft junger Entrepreneure. Aus diesem Grund findet am Vortag des IT-Gipfels der Young IT-Day statt. Als erfahrener Unternehmer und BITKOM Präsidiumsmitglied ist Ulrich Dietz aktiv involviert in das Geschehen. Er hält einen Vortrag: „Born Global! Wie aus Start-ups internationale Unternehmen werden“ und sitzt ebenfalls in der Jury zur stattfindenden Start-up Battle.

Die Bloggerchallenge: "Vom Start-up zur Global Brand?!"

Die Bloggerchallenge: “Vom Start-up zur Global Brand?!”

Dieses Jahr hat das BMWI zum ersten Mal eine Bloggerchallenge ins Leben gerufen. Thematisch dreht sich alles um das Motto: “Vom Start-up zur Global Brand!?” Unsere Bewerbung wurde akzeptiert und somit werde ich zusammen mit sechs anderen Bloggern zum IT-Gipfel reisen. Die ersten Beiträge sind schon unter diesem Link zu finden.

Bei Twitter werden die Teilnehmer dann auch unsere Tweets zum Thema finden: Unter dem Hashtag #itg12 werden wir unsere Eindrücke der Veranstaltung schildern. Wie schon im vergangenen Jahr wird der IT Gipfelblog des Hasso-Plattner-Instituts den 7. IT-Gipfels in Essen mit zahlreichen Interviews begleiten.