Filiz Sarah Gärtner

Marina Walser: „FinTechs haben die Ideen, Banken das Geld“

Marina Walser, Director Portfolio Strategy, GFT

Marina Walser, Director Portfolio Strategy, GFT

Mit der Kampagne „Empowering Digital Banks“ unterstützt GFT Banken im Digitalisierungsprozess. Marina Walser, Director Portfolio Strategy, spricht im Interview über den Druck der Branche, sich neu zu erfinden, die Neuentdeckung des Kunden und aufstrebende Wettbewerber wie FinTech Startups. Sie berichtet außerdem über die GFT Expertenbefragung „Secrets of Digital Banking Success.“

Marina, mit der Kampagne „Empowering Digital Banks“ will GFT Retail-Banken beim Wandel von der klassischen Filialbank zur „digitalen Bank“ helfen. Worum genau geht es?

Marina Walser: Die Branche steht enorm unter Druck: ein zunehmend schärferer Wettbewerb mit neuen digitalen Geschäftsmodellen und Technologien. Es sind insbesondere branchenfremde Wettbewerber wie PayPal, Amazon, Alibaba, Google oder Apple, die zum Beispiel mit digitalen Bezahllösungen wie Apple Pay immer mehr Stellen der klassischen Banken-Wertschöpfungskette besetzen.

Die Digitalisierung bietet Filialbanken aber auch die Chance, sich auf neue Trends einzustellen, ein besseres Verständnis für den Kunden zu entwickeln und neue Formen von Kooperation einzugehen. Mit seiner fast 30-jährigen Erfahrung als Finanzdienstleister kennt GFT die Branche und die komplexen bank-internen Prozesse sehr gut. Wir haben das Know-how und erprobte Lösungen, um Banken umfassend bei der digitalen Transformation zu begleiten.

Mit der Kampagne wollen wir unseren Bekanntheitsgrad als Sektorspezialist stärken. Dementsprechend laufen Aktivitäten in unseren Retailbanking-Kernmärkten: Brasilien, Italien, Spanien, Deutschland, Schweiz. Die Kampagne hat zwei zentrale Elemente: zum einen arbeiten wir an einer internationalen Studie, deren empirische Grundlage eine aktuell laufende Expertenbefragung ist. Zum anderen positionieren wir gezielt GFT Offerings zum Thema Digital Banking. More…

Marina Walser

Digitalisierung der Banken: FinTechs als Partner können Pluspunkte im Wettbewerb bringen

Der Innovationsdruck im Bankensektor wächst: In weniger als drei Jahren wurde PayPal zur mächtigen Bezahloption im Netz. Und mit Apple Pay, Alipay aus China oder der Google Wallet stehen die nächsten branchenfremden Player schon in den Startlöchern. Wie die Banken auf das veränderte Marktumfeld reagieren und dem Kunden ein besseres Serviceerlebnis bieten können, diskutierte eine Expertenrunde auf der CeBIT. Antworten liefern soll auch eine vor kurzem gestartete internationale GFT Studie.

Die Bandbreite an neuen digitalen Serviceangeboten ist enorm: vom Social Banking der Fidor Bank (bei der Diskussionsrunde vertreten durch Frank Schwab, CEO der Fidor TecS AG) über Anwendungen, die den Finanzalltag erleichtern (Gini, Startup aus München; Michael Maier, Head of Sales and Marketing) bis zur intelligenten Datenanalyse für die zielgerichtete Kundenansprache, wie sie GPredictive anbietet (CODE_n Finalist 2014; Björn Goerke, Geschäftsführer).

Unter den Experten herrscht Einigkeit: Länder wie Spanien, Italien, Schweden oder Norwegen sind Deutschland bei der Digitalisierung des Finanzsektors um Jahre voraus.

Trotzdem zeigen die Banken nur ein verhaltenes Interesse an Kooperationen, berichten die Manager der drei FinTechs. Die Organisationsstrukturen in den Kreditinstituten sind in erster Linie auf die Produktentwicklung ausgerichtet. Ein Umdenken in Richtung Kundenzentrierung würde im Wettbewerb wichtige Pluspunkte bringen. Die meisten Banken denken immer noch analog, obwohl vor allem jüngere Kunden längst einen digitalen Tagesablauf haben. More…

Filiz Sarah Gärtner

GFT: „Wir wollen unser internationales Team ausbauen“

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Marc Ebert, Head of Human Resources, GFT

Digitaler Vordenker und attraktiver Arbeitgeber: GFT wird als Initiator der globalen Innovationsplattform mit einem Stand in CODE_n Halle 16 auf der CeBIT (16. -20. März) vertreten sein und dort in einem interaktiven Lab das „Banking der Zukunft“ zeigen. Warum GFT auch ein spannendes Unternehmen für die besten Köpfe ist, weiß Marc Ebert, Head of Human Resources, der gemeinsam mit seinem Talent Acquistion Team vor Ort in Hannover sein wird. Im Interview spricht er über den Frauen-Karriere-Index, Unternehmensbenefits und geeignete Bewerber.

GFT gehört zu den „besten Frauenförderern Deutschlands“, zu diesem Ergebnis kam der Frauen-Karriere-Index der Bundesregierung. Was bedeutet „Frauen-Förderung“ bei GFT faktisch?

Marc Ebert (GFT): Eine Auszeichnung bedeutet auch immer eine Bestätigung zu erhalten. Das freut uns natürlich sehr, denn tatsächlich ist die Förderung unserer weiblichen Mitarbeiter seit langem fest verankert in unserem Unternehmensleitbild. Wir legen viel Wert darauf, Karrierechancen besonders für weibliche Fach- und Führungskräfte durch begleitende Coachings, interne Mentoren und durch den Aufbau eines Frauen-Management-Netzwerks zu fördern.
Konkret gesagt ist es unser Ziel bei GFT Familie und Beruf vereinbar zu machen und zwar mit Hilfe von flexiblen Arbeitszeiten, mobilen Arbeitsmöglichkeiten sowie einem professionellen Umgang mit zeitversetztem Arbeiten – übrigens für Frauen wie für Männer. Effizientes Arbeiten heißt für uns nicht „Präsenzpflicht“. Ganz im Gegenteil: GFT unterstützt bei der Organisation des Arbeitsalltags. Zudem bieten wir Frauen und Familien mit unseren Benefits weitere Entlastungen, die karrierefördernd sind. Darunter fallen beispielsweise die Vermittlung von Kinderbetreuung und die Unterstützungsangebote bei der Pflege von Angehörigen. More…

Bernd-Josef Kohl

Showcase auf der CeBIT: Kontextbasiertes Kontomanagement ermöglicht eine neue Qualität der Kundensprache

Klassisch aufgestellte Kreditinstitute stehen immer mehr im Wettbewerb mit reinen Onlinebanken und FinTech-Startups. Die Zukunft für die Filialbanken liegt in digital vernetzten Diensten, die für jeden Kunden ein personalisiertes Serviceangebot ermöglichen. Wie so etwas aussehen kann, zeigt GFT mit dem „Kontextbasierten Kontomanagement“ im Digital Banking Lab auf der CeBIT (CODE_n Halle 16 / D30, GFT Stand 07).

In einer Bankfiliale der Zukunft wird der Kunde beim Betreten der Geschäftsräume automatisch über das Smartphone erkannt.

Dabei kommen kleine Beacon-Sender, der Kurzstreckenfunk Bluetooth Low Energy und eine von GFT entwickelte Banking-App zum Einsatz, die auch auf einer Smartwatch lauffähig ist. Mit der Begrüßung auf dem Mobilgerät erhält der Kunde eine Information über die voraussichtliche Wartezeit und erfährt, welcher Mitarbeiter sich um sein Anliegen kümmern wird – inklusive Foto. Dank der Angaben, die der Kunde über die leicht bedienbare App gemacht hat, weiß der Berater am Schalter bereits, worum es geht – zum Beispiel die Eröffnung eines Girokontos wie beim Digital Banking Lab-Showcase auf der CeBIT. Der Mitarbeiter hat also gleich zu Beginn des Gesprächs alle wichtigen Informationen auf dem Schirm. Das spart wertvolle Zeit und gibt dem Kunden das gute Gefühl, dass er ernst genommen wird.

Mit dem kontextbasierten Kontomanagement kann der Berater direkt Lösungsvorschläge oder ein passendes Angebot machen, weil er die aktuelle Finanzsituation des Kunden überblickt.

Diese neue Dimension der Dienstleistung ist nur mit einer intelligent vernetzten IT-Infrastruktur realisierbar. Banken, die ein kontextbasiertes Kontomanagement einführen, können in wenigen Schritten individuelle Bedarfsanalysen erstellen und sich zudem einen Platz im digitalen Alltag ihrer Kunden sichern, beispielsweise mit personalisierten Finanzinfos oder Anlagetipps per Smartphone-Pushmail. Die in die Zukunft gerichtete digitale Transformation des eigenen Geschäftsmodells ist für Banken und Sparkassen eine große Chance, nachhaltig Kundenbindung zu betreiben und den Wettbewerb mit Online- oder FinTech-Konkurrenten zu gewinnen.