Sebastian Spengler

Welche Herausforderungen bringt die Generation Y für Arbeitgeber mit sich?

Alle Geburtsjahrgänge nach 1980 fallen unter den Begriff Generation Y. Diese Generation gilt als gut ausgebildet und technologieaffin. Mobile Kommunikation und Internetznutzung sind ihnen seit Kindheitstagen vertraut und in ihren Alltag vollständig integriert.

Die Herausforderung für Arbeitgeber liegt jedoch nicht in der technologieaffinen Lebensweise der potenziellen Fachkräfte, sondern in den veränderten Erwartungen, Werten und Zielen:

  • Steigende Mobilität und sinkende Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber
  • Pragmatische und zielstrebige Einstellung zu Beruf und Karriere
  • Fokus auf Work-Life-Balance
  • Hoher Stellenwert von Familie und Freunden
  • Ausgeprägtes Selbstbewusstsein (teilweise ausgelöst durch die öffentliche Diskussion über den Fachkräftemangel)

In zehn Jahren werden 40% der Belegschaft über 50 Jahre alt sein. Gleichzeitig wird die Zahl der Mitarbeiter unter 30 Jahren auf 18% sinken. Die Sorge um veränderte Altersstrukturen und drohenden Fachkräftemangel werden (fast) alle Unternehmen betreffen.

Diese Tatsache verdeutlicht eingehend, warum diese Thematik, gerade auch für Mittelständler, zukünftig eine strategische Bedeutung erhalten wird.

Worauf müssen sich Arbeitgeber in Zukunft einstellen, welche Erwartungen hat die nachkommende Generation? Zunehmende Internationalisierung sowie Globalisierung sind für die Generation Y keine Besonderheit mehr. Ganz im Gegenteil, sie sind fest im Weltbild verankert und werden im Rahmen der Ausbildung sowie im späteren Beruf automatisch impliziert und gewünscht. Viele Unternehmen reagieren schon aktiv auf diese Veränderungen und setzen dabei den Fokus auf den Aufbau von interkulturellen Kompetenzen sowie die Integration von Auslandsaufenthalten während der Einarbeitungsphase.

Neben der Internationalisierung hat sich auch das Wertesystem bezüglich traditioneller Hierarchiemodelle verschoben.

„Wenn Sie einem 25-Jährigen erklären wollen, dass er eine wahrscheinlich gewinnbringende Idee nicht umsetzen darf, weil das eine andere Abteilung macht, weil er dafür noch nicht in der passenden Position ist oder weil es dafür kein Budget gibt, würgen Sie Kreativität und Bereitschaft, sich einzubringen, ab“, erklärt Christian Rusche, Verantwortlicher für die MINT-Trendstudie, in diesem Interview.

Stand die ältere Generation noch für traditionelle Werte, feste Strukturen, klare Hierarchien und eine lange Firmenzugehörigkeit, sehen sich die Unternehmen heute in der Umsetzung von Themen gefragt, ein Arbeitsumfeld zu erschaffen, welches den Mitarbeitern ein flexibles, standortunabhängiges und internationales Arbeiten mit flachen Hierarchien und unter Beachtung der Work-Life-Balance ermöglicht.

Sebastian Spengler

Studieren 3.0: Chancen durch duale Ausbildung

Seit Jahren kämpfen Schulabgänger um Studienplätze und ihren Platz im Hörsaal. Die meisten haben gerade das Abitur hinter sich gebracht. Doch schon lange vorher beginnt der Ernst des Lebens. Welche Fachrichtung ist die Richtige und welche Universität soll es sein? Das Angebot wird immer größer und das Studieren immer komplexer.

Sebastian Spengler

Sebastian Spengler

Durch die Umstellung auf das achtjährige Gymnasium (G8) verschärfen sich die Bedingungen ab diesem Jahr zusätzlich. Als Folge davon wird in den kommenden zwei Jahren sogar die doppelte Zahl an Abiturjahrgängen gleichzeitig die Hochschulreife erlangen und sich auf die Suche nach einem Studienplatz machen. Bis zum Jahr 2015 sollen laut Schätzungen 275.000 zusätzliche Studienanfänger auf die Hochschulen zukommen.

Für die Leistungsträger von morgen stellt sich somit die Frage nach der Qualität ihres Studiums. Wie gut kann eine akademische Ausbildung sein, wenn im Hörsaal mehrere Hundert Studenten sitzen?

Viele Unternehmen reagieren, indem sie akademischem Nachwuchs ein duales Ausbildungssystem anbieten.

Ein duales Hochschulstudium ist Theorie und Praxis in einem. Die Studenten haben den Vorteil, in wesentlich kleineren Gruppen unterrichtet zu werden, profitieren von einer kurzen Studienzeit und können am Ende Ihres Studiums schon Berufserfahrung vorweisen.

Als zukunftsorientiertes Unternehmen stellt auch bei GFT der eigene Nachwuchs eine wichtige Rolle dar. Genau aus diesen Gründen unterstützen wir engagierte Schulabgänger schon während des Studiums, wertvolle Einblicke in das Berufsleben und unsere Abläufe zu erhalten. Für alle weiteren Details zum dualen Hochschulstudium besuchen Sie unsere Website in der Rubrik „Karriere“.

Oder sprechen Sie uns einfach direkt an und informieren Sie sich über Einstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten bei uns.

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Miguel Reiser

Banken und Sparkassen vs. Google Wallet

Zum Thema Mobile Payment trafen sich Erwin Selg, Chief Technology & Information Officer, und Miguel Reiser, Director Business Marketing, zum Gespräch.

Miguel Reiser: Der Trend Mobile Payment ist derzeit auf dem Vormarsch. Ein Meilenstein war mit Sicherheit der Launch des mobilen Bezahlsystems „Wallet“, das Google im Sommer 2011 gestartet hat. Ich persönlich finde es sehr reizvoll, in Zukunft mit Hilfe meines Smartphones und Near Field Communication (NFC) draht- und bargeldlos bezahlen zu können. Nur was passiert im Zuge dieser Entwicklungen in der Bankenwelt? Deutsche Banken und Sparkassen wollen den Dienst bislang nicht unterstützen und lehnen Google Wallet aus Datenschutzgründen ab…

Erwin Selg: Ja, es ist in der Tat so, dass sich immer mehr Banken mit Mobile Payment befassen, aber oft nicht mit der notwendigen Ernsthaftigkeit. Technologische Trends schreiten rasch voran und der Kunde wird nicht auf die Banken warten; er wird nutzen, was ihm angeboten wird und wie man sieht sind die Technologie- und Internetfirmen die Treiber von Mobile Payment.

Miguel Reiser: Allerdings schließen manche Banken jetzt Kooperationen mit technischen Payment-Plattformen, die an das Kernbanksystem angeschlossen werden können. Andere wiederum versuchen, die neuen Technologien an die alten Verfahren zu binden.

Erwin Selg: Ein Mobile Phone wird aber immer „intelligenter“ sein als eine Kreditkarte mit NFC-Chip und mit der Zeit werden immer noch ausgereiftere Anwendungen und raffiniertere Geschäftsmodelle möglich werden.

Miguel Reiser: Absolut, es ist immer wieder erstaunlich, wie rasend schnell die technologischen Entwicklungen vonstatten gehen. Um nochmal auf die Kooperationen zurückzukommen: Verschiedene Banken schaffen es, sich eine Rolle als Backbone zu sichern, wie etwa die Citibank bei Google Wallet.

Erwin Selg: Das ist richtig. Das Problem dabei ist aber, dass die Banken hier den Kundenkontakt verlieren und durch einen Technologie-Layer vom Kunden getrennt werden. Was das bedeutet kann man beispielsweise anhand von Paypal bereits jetzt im Ansatz sehen. Für eine normale Banküberweisung brauche ich SWIFT-Code, IBAN, BIC etc., ich muss über Hürden in das Onlinebanking der Bank gehen. Bei Paypal brauche ich lediglich eine Mailadresse oder eine Telefonnummer, und meist geht ein Transfer schneller und billiger.

Miguel Reiser: Aber wird diese Entwicklung nicht lediglich auf das day-2-day-Banking Auswirkung haben?

Erwin Selg: Die Frage ist, warum sollte es das? Das Bankgeschäft ist entstanden aus dem Verleihen von Geld und hat seine Bedeutung durch die Übernahme des Zahlungsverkehrs weiter gesteigert. Beides kann heute schon geschehen, ohne mit einer Bank direkt in Kontakt zu treten. Das Geschäft passiert beim Kunden und wer beim Kunden ist, kann dort tätigen, was immer ihm möglich und nützlich erscheint.

Miguel Reiser: Denkst Du, diese Entwicklung ist noch aufzuhalten?

Erwin Selg: Nein! Die Psychologie der Anwender und Kunden wird vielleicht etwas Zeit brauchen, um sich ganz von den Banken zu lösen. Aufzuhalten ist die Entwicklung allerdings nicht mehr. Die Chance für Banken liegt darin, sich durch Partnerschaften möglichst tief in das neue Ökosystem einzubinden.