Georg Hildebrand

Social Media trifft auf den Bankensektor: Was können Banken von Coca-Cola und Starbucks lernen?

Früher wurden Bankgeschäfte in der Filiale um die Ecke getätigt. Heute geht man ins Internet und erledigt alles mit nur wenigen Mausklicks. Doch die Bankenlandschaft ist nicht erst seit dem Online Banking in Bewegung. Die Präsenz der Finanzinstitute in den Social Media-Kanälen ist heute mehr als nur eine Chance; sie wird zukünftig erfolgsentscheidend für die Kundenbindung sein.

Die Transparenz dieser Kanäle ermöglicht es dem Kunden, sich über verschieden Produkte und Leistungen zu informieren und diese zu vergleichen. Solche Möglichkeiten der Informationsbeschaffung führen automatisch zu einer veränderten Erwartungshaltung an die Banken. Lothar Lochmaier, der Autor des Blogs Social Banking 2.0 – Der Kunde übernimmt die Regie, spricht in diesem Zusammenhang auch vom mündigen Bankkunden, der mit seiner gesteigerten Erwartungshaltung die Banken zum Schwitzen bringt.

Die „mündige“ Generation erwartet, die Informationen im Netz vorzufinden und sucht den Dialog über die Social Media-Kanäle. Besonders beliebt bei Banken sind Facebook und Twitter— dennoch sind Interaktion und echter Dialog noch selten.

Warum das so ist und was der Bankensektor von den großen Konsumgüterherstellern, wie Coca-Cola und Starbucks lernen kann, hat J. Erik Heinz, Business Consultant bei GFT, genauer unter die Lupe genommen und ist zu folgendem Ergebnis gelangt: „Die Konsumgüterhersteller nutzen ihre Social Media-Kanäle verstärkt um ihre Produkte und Kampagnen zu pushen und verbinden dies häufig mit Gewinnspielen. Wirklich interessant dabei war der Unterschied zu den Banken: Dort wenden sich die User eher mit Problemen oder Fragestellungen an die Finanzinstitute.“

Die Herausforderung für Banken liegt somit im erfolgreichen Kundenservice und der Gewährleistung einer schnellen Interaktion. So kann Social Media als strategischer Erfolgsfaktor eingesetzt werden.

Bestätigt wird diese These durch die Ankündigung der Deutschen Bank, mit einem ganzen Social Media Team ins Rennen zu gehen und genau diese Thematik umzusetzen.

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Andrea Wlcek

Deutschland als Anlaufstelle für europäische Fachkräfte – IT Consultant Juan Antonio Artigas Roig im Interview

Die derzeitige Situation auf dem spanischen Arbeitsmarkt hat gravierende Folgen: Selbst hochqualifizierte Fachkräfte finden keinen Job. Immer mehr Spanier zieht es deshalb ins europäische Ausland. Einer davon ist Juan Antonio Artigas Roig, der als Consultant bei GFT in Frankfurt arbeitet. In unserem Interview spricht er darüber, welche Herausforderungen der Wechsel mit sich brachte – und wie er davon profitierte.