Miguel Reiser

GFT als starker Partner im IT-Outsourcing: Erneuerung des Online-Bankings einer Bank in Rekordzeit

Teil 2: Die Projektumsetzung

Bei der Implementierung des Frontends für das Online-Banking verschiedener Privatkundenmarken einer der größten Banken Europas stand GFT als strategischer IT-Partner zur Seite. Als internationaler Outsourcing-Dienstleister bieten wir die nötige Arbeitsteilung zwischen Experten an unterschiedlichen Standorten, um dieses Projekt unter den anspruchsvollen Qualitäts-, Kosten- und Zeitvorgaben umzusetzen.

In dem konkreten Fall lagen zwischen dem ersten Angebot und der offiziellen Inbetriebnahme der neuen Plattform weniger als neun Monate. Mehr als 100 Personen waren in das Mammutprojekt eingebunden, darunter allein bis zu 50 Fachexperten von GFT, die in weniger als einem Jahr mehr als 60.000 Arbeitsstunden leisteten. Sie waren auf sechs Standorte in drei Ländern verteilt. In Deutschland haben wir ein Projektbüro beim Kunden vor Ort in Frankfurt eingerichtet, das für kurze Abstimmungswege und schnelle Reaktionszeiten sorgte. Die Verantwortlichen dort bündelten sämtliche Kundenwünsche sowie hunderte von Anforderungen und Funktionalitäten der neuen Plattform. Eine Schlüsselrolle kam Spanien zu, wo die Projektleitung angesiedelt war. Von Barcelona aus wurden alle Entwicklungs- und Qualitätsmanagementaktivitäten gesteuert und koordiniert, die von Spezialisten in Madrid, Valencia und Zaragoza ausgeführt wurden. Zusätzliche Unterstützung bei der Entwicklung und für Tests holte man sich an unserem brasilianischen Standort in Sorocaba, zu dem Spanien als Brückenkopf fungiert.

Werden in herkömmlichen Outsourcing-Projekten an Near- und Offshore-Standorten Kostenvorteile nicht selten durch hohe Kommunikations- und Koordinationsaufwände relativiert, gewährleistet unser GFT Modell geringere Ausgaben bei höchstem Qualitätsanspruch. Grundlage dafür ist ein funktionsfähiges Netzwerk von hoch qualifizierten Fachkräften mit Expertise im Bankensektor, die interkulturell sensibilisiert und geschult sind. Um eine gleich bleibend hohe Qualität sicher zu stellen, arbeitet GFT an allen Standorten nach den Anforderungen von CMMI (Capability Maturity Model Integration), einer international anerkannten Vorgehensweise für Software- und Systementwicklung.

Unter diesen Voraussetzungen gelang es unserem Team erfolgreich ein zukunftsfähiges Online-Banking-Portal komplett neu zu entwickeln und in Betrieb zu nehmen. Darüber hinaus wurde eine weitere Bank auf diese neue IT-Architektur migriert. Unser Auftraggeber bietet seinen Endkunden dadurch ein Plus an Nutzerfreundlichkeit, Bedienkomfort und Schnelligkeit bei der Abwicklung ihrer Bankgeschäfte – und das unter Gewährleistung größtmöglicher Sicherheit.

Hat Ihnen unser Exkurs in die Praxis gefallen? Wir freuen uns über Kommentare und Anregungen.

Miguel Reiser

GFT als starker Partner im IT-Outsourcing: Erneuerung des Online-Bankings einer Bank in Rekordzeit

Teil 1: Die Projektanforderungen

Die effiziente Zusammenarbeit zwischen deutschen, spanischen und brasilianischen Standorten ist bei GFT Technologies Routine. Eine der größten Banken Europas nutzte unsere Expertise, um das Frontend für das Online-Banking verschiedener Privatkundenmarken zu erneuern. Überzeugen konnten wir als IT-Dienstleister dabei vor allem durch die flexible Arbeitsteilung in Outsourcing-Projekten, in denen besonders enge Zeitvorgaben gelten und bei denen hoch spezialisierte Experten gefragt sind, um komplexe Aufgaben zu lösen.

Ziel war es, innerhalb von zwölf Monaten eine komplett neue IT-Architektur für das Online-Banking einer deutschen Privatkundenmarke zu entwickeln und zu implementieren. Binnen vier weiterer Monate sollte auf diese neue Lösung auch die Transaktionsplattform des beauftragenden Mutterunternehmens migriert werden. Für die Ablösung durch ein einziges Multi-Bank-System sprachen verschiedene Gründe. Erst vor kurzem war der deutsche Privatkundenableger durch eine Übernahme in die Bankengruppe integriert worden: Die Vereinheitlichung der existierenden Online-Banking-Systeme versprach Synergiepotenziale. Die strategische Entscheidung, dabei auf eine vollkommen neue IT-Architektur zu setzen, lag nahe. Die Vorteile: Es werden Synergien geschaffen, die IT-Architektur ist auf dem neuesten Stand und entspricht den aktuellen Standards. Dadurch sinken die notwendigen Betriebskosten und das System kann problemlos um weitere Funktionen erweitert werden – gerade im Bereich Online-Banking ein entscheidendes Kriterium, denn die Nutzerzahlen des Online-Kanals wachsen enorm.

Gleichzeitig stehen bei dem Online-Kanal einer Bank Sicherheit, Verlässlichkeit und Leistung an oberster Stelle. Dabei sind bewährte Technologien gefragt, die ein hohes Maß an Flexibilität und Wiederverwertung erlauben. So werden die Komplexität reduziert und Risiko- sowie Wartungs- und Betriebskosten verringert. Der Anspruch war, ein Multi-Bank- und Multi-Kanal-Frontend zu schaffen, das auf einer einheitlichen Geschäftslogik sowie auf gleichen Funktionalitäten und Schnittstellen basiert. Diese lassen sich auf jedem Kanal und für jede Tochter bzw. Marke anwenden. Egal ob Online-Banking, mobile Banking, Call Center, Selbstbedienungsgeräte, stationäre Filialen oder Marktfolge – die Oberfläche etwa für den inländischen Geldtransfer mag sich von Kanal zu Kanal und von Markenauftritt zu Markenauftritt leicht unterscheiden, die funktionale Basis ist identisch.

Bei der Suche nach einem geeigneten Entwicklungs- und Implementierungspartner fiel die Wahl auf unsere IT-Experten. Lesen Sie nächste Woche im zweiten Teil auf unserem Blog, wie das Team von GFT das Projekt zuverlässig im geforderten Zeit- und Budgetrahmen realisiert hat.

Miguel Reiser

Banken sollten das Thema Web 2.0 nicht länger ignorieren

Das Thema Web 2.0 erreicht die Banken. Mehr denn je müssen sie heute die Kommunikationskanäle ihrer Kunden nutzen und in eine neue Phase der Interaktion treten. Das Teilen von Informationen und das Zusammenwirken der einzelnen Dialogteilnehmer gehört zu den Funktionen, die heute von einer modernen Bank erwartet werden. Dadurch wird der Wechsel vom passiven Konsument zum aktiven „Prosument“ eingeleitet. Social Media verspricht somit ein Geschäftsmodell, das sich mehr als jemals zuvor auf den Kunden fokussiert, seine Wünsche und Anforderungen aufnimmt und in das Tagesgeschäft einfließen lässt.

Auf einer funktionierenden Web 2.0-Plattform tauschen sich Kunden über Banken und ihre Produkte aus und kontaktieren einzelne Mitarbeiter direkt. Richtig eingesetzt, können die dabei gewonnen Informationen zu einem wirkungsvollen Instrument der Kundenbindung werden. Das dadurch gewonnene Feedback lässt sich obendrein an die Service-Abteilung zurückspielen und bei künftigen Aktionen berücksichtigen. Deshalb gehört ein effizientes Monitoring zu den ersten Schritten, die Web 2.0-Neueinsteiger gehen sollten. Hier zeigt sich schnell, was die großen und kleinen Probleme der Anleger sind, wo Verbesserungsbedarf beim Service besteht und welche Produkte mit besonderem Interesse aufgenommen werden.

Schon seit langer Zeit gibt es im Netz den Austausch über Finanzprodukte. Indirekt war das Bankenumfeld also sogar der Vorreiter in Sachen Community-Gedanke. Jetzt geht es darum, das eigene Unternehmen verstärkt in die Debatte einzubringen.

Aber auch für die interne Kommunikation bieten sich Web 2.0-Tools an. Über Corporate Blogs oder ein internes Wiki erreicht das Management schnell und direkt jeden einzelnen Mitarbeiter und vorhandenes Wissen verbreitet sich effizient im ganzen Unternehmen. Stehen Unternehmensinformationen transparent im Intranet zur Verfügung, lassen sich viele Prozesse erheblich beschleunigen und einzelne Arbeitsgruppen kontinuierlich auf dem gleichen Wissensstand halten.

Schon aus Gründen der Demografie kann keine Bank das Thema Web 2.0 in Zukunft ignorieren. Mit den so genannten Digital Natives steigt eine neue Generation in das Erwerbsleben ein, die von Kindesbeinen an mit IT-Technik aufgewachsen ist. Facebook, Twitter und andere Tools gehören für diese Gruppe zu den täglich genutzten Kommunikationswerkzeugen. Kein Wunder, dass diese Plattformen auch im Business-Einsatz immer wichtiger werden und längst nicht mehr nur als Informationsbörse für den privaten Austausch gelten.