792 Jahre wird es noch dauern, bis Männer und Frauen gleichermaßen in den Führungsetagen der deutschen Unternehmen sitzen. Das ergab eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) vom November 2012. Zwar hat diese die Vorstandsebene von öffentlich-rechtlichen Banken und Sparkassen im Fokus. Doch dass sich diese Ungleichheit – in ähnlicher Form – auf die gesamte Wirtschaft übertragen lässt, ist kein Geheimnis.
Dabei liegen die Vorteile eines größeren Frauenanteils in der Führungsebene auf der Hand: Gemischte Teams sind nicht nur kreativer, sondern auch effektiver und offener für neue Ideen. Zudem ändern sich die von Männern geprägten Spielregeln in Kommunikation und Karriereverhalten mit mehr Frauen an der Spitze – das sorgt für ein besseres Betriebsklima.
Trotzdem wurde eine fixe Frauenquote erst mal verschoben, die Politik ist gespalten. Doch ist diese vermeintliche Lösung nicht ohnehin zu kurz gedacht? Will man wirklich Leistung und Qualifizierung als Kriterium für die Besetzung einer Spitzenposition durch das Geschlecht ersetzen? Müssen Unternehmen nicht vielmehr ihre Arbeitsbedingungen anpassen, um den Anteil an Mitarbeiterinnen zu steigern?
Etwa durch flexible Arbeits- und Karrieremodelle: Bei GFT beispielsweise heißt effizientes Arbeiten nicht Präsenzpflicht. Statt auf starre Arbeitszeiten setzen wir auf die nötige Infrastruktur, die Arbeiten von unterwegs und von zuhause ermöglicht. Denn das Ergebnis zählt, nicht die Anwesenheit. Intelligente Karrieremodelle gehen auf die jeweilige Lebenssituation der einzelnen Mitarbeiter ein und fördern die individuelle berufliche Entwicklung – unabhängig vom Geschlecht. Ein gruppenweiter Frauenanteil von rund 33 Prozent bestätigt unsere Strategie. In unserem High Potential Programme, in dem Nachwuchskräfte nachhaltig gefördert werden, liegt der Frauenanteil bei rund 20 Prozent.
Doch die Frauenquote ist noch nicht zu Ende diskutiert, da wird sie schon von einem neuen Stichwort abgelöst: Diversity. Dabei steht neben einem ausgeglichenen Geschlechterverhältnis auch die Förderung von Mitarbeitern verschiedener Altersklassen und kultureller Herkunft im Mittelpunkt. Denn wie es ein Gastkommentar im Handelsblatt zur Zukunft der Arbeit vom 30. April 2013 auf den Punkt bringt: Leistung ist nicht nur männlich, deutsch und unter 40.
Mehr Informationen finden Sie in der Rubrik Karriere.
06 Mai 2013
Geschrieben von Felipe Barbosa in Business Trends, GFT Inside
Vor einiger Zeit hat ein Kunde angefragt, ob es möglich sei, ServiceNow — eine IT-Service-Management-Software — mit Twitter zu verknüpfen. Das Unternehmen möchte das Risiko einer möglichen Rufschädigung minimieren, indem negative Tweets in dem bekannten Social Media-Dienst Twitter frühzeitig erkannt werden.
Um unserem Kunden eine passende Lösung zu entwickeln, haben wir die Aufgabe von zwei Seiten parallel beleuchtet. Auf der einen Seite die speziellen Anforderungen von Twitter: Hier mussten wir herausfinden, welche Möglichkeiten es bei Twitter gibt, um relevante Daten zu suchen und weiter zu verbreiten. Auf der anderen Seite mussten wir ein Layout für ServiceNow entwerfen, das nur relevante Tweets speichert und dann, je nach Inhalt, verschiedene Vorgänge auslöst.
Beginnen wir beim Kurznachrichtendienst Twitter. Der erste Schritt war klar: Wir mussten herausfinden, zu was die Suchfunktion technisch in der Lage ist. Die Twitter API übermittelt einen REST Webservice sorgfältig und schnell, unabhängig davon, wie viele Parameter in die Suche eingegeben werden. Anschließend werden die Ergebnisse paginiert, womit alle zutreffenden Resultate auf den aufgelisteten Folgeseiten eingesehen werden können. All diese Informationen werden durch den JSON open Standard unterstützt, der perfekt mit JavaScript kompatibel ist. Glücklicherweise werden alle Filterfunktionen, auch das Paginieren, durch externe Systeme unterstützt. Der Arbeitsvorgang in Twitter war somit abgeschlossen.
Jetzt konnten wir uns auf den Abschnitt von ServiceNow konzentrieren. Als erstes fiel uns auf, dass das letzte Update – auch als „Berliner Release“ bezeichnet – mit dem Web Service Outbound REST Message (RESTFul Webservices) kompatibel ist. Twitter arbeitet ebenfalls mit diesem Webserver, was die Implementierung maßgeblich erleichterte. Im nächsten Schritt konfigurierten wir das REST Messages Modul. Ziel war es, die bereitgestellten Informationen durch die Twitter Search URI (Uniform Resource Identifier), zusammen mit den notwendigen Parametern für die GET Funktion, zusammenzuführen.
Anschließend haben wir innerhalb unserer integrierten Twitter-Applikation drei Module erstellt: Load Configuration, Loaded Messages and Words and Actions.
- Load Configuration: In diesem Modul können die Anwender überprüfen, nach welchen Suchbegriffen und Hashtags ServiceNow in Twitter sucht. Gleichzeitig können Suchbegriffe für zukünftige Suchvorgänge definiert werden. Hashtags und Twitter-Profile können als Schlüsselwörter eingegeben werden, z.B. #servicenow, @servicenow etc. All diese Informationen sind in einer Tabelle (u_twitter_load_config) gespeichert.
- Loaded Messages: In diesem Modul können die User sehen, welche Nachrichten von Twitter in ServicNow übertragen wurden. Die Informationen sind in einer Tabelle (u_twitter_messages) gesichert.
- Words and Actions: Dies war der schwierigste Teil, denn hier wird es den Usern ermöglicht, Wörter zu identifizieren, die anschließend bei ServiceNow einen im Vorfeld definierten Prozess auslösen. Genau genommen wird der Vorgang durch negative Kommentare bzw. Tweets ausgelöst. Diese werden von Twitter auf den ServieNow IT Live Feed übertragen. Ohne großen Aufwand können jederzeit neue Suchbegriffe und Aktionen definiert werden, da jeder Befehl in einem neuen Skript ausgeführt wird. Angezeigt werden die ganzen Informationen in der Tabelle „u_twitter_words_and_actions“.
Welche Tweets geladen werden, wird exakt im Programm festgelegt. Die Eingabe ruft das Skript auf, in dem die Twitter Suche definiert wurde, und lädt die Ergebnisse in die u_twitter_messages Tabelle. ServiceNow prüft immer wieder die in den Konfigurationen gespeicherten Wörter und Aktionen. Wenn ein Tweet eben diese enthält, wird dieser in der u_twitter_messages Tabelle gespeichert.
Wenn eins der Suchwörter identifiziert wurde, löst dies den entsprechend zugeordneten Befehl aus. Die Firma hat dadurch einen Überblick über alle Tweets und kann auf negative, rufschädigende Meldungen frühzeitig reagieren.
Weitere Informationen über GFT und ServiceNow finden Sie hier.
11 Apr 2013
Geschrieben von Janina Benz in Business Trends
Wenn man mithilfe von mobilen Technologien seine Rechnung begleicht, ist die klassische Bank nicht immer am Bezahlvorgang beteiligt. Neue Player – vom Mobilfunkanbieter bis zum Internethändler – drängen auf den Mobile-Payment-Markt und zwingen klassische Finanzdienstleister zum Handeln. In unserer aktuelle Studie beleuchten wir das schnell wachsendende Ökosystem und zeigen, welche Einflüsse das auf den Bankensektor hat.
Wer heute unterwegs ist und auf Bargeld verzichten möchte, ist in vielen Fällen nicht mehr auf die Giro- oder Kreditkarte angewiesen. Es gibt verschiedene Bezahlmöglichkeiten, bei der das klassische Bankinstitut keine Rolle mehr spielt: elektronische Geldbörsen, virtuelle Karten, In-App-Bezahllösungen oder das sogenannte Direct Carrier Billing, bei dem die Abrechnung über die Telefonrechnung erfolgt. Ein Nebeneffekt: Die Monopolstellung der Finanzinstitute in Bezahlfragen weicht zunehmend auf, wenn sie nicht rechtzeitig reagieren.
Der Mobile-Payment-Trend ist Herausforderung und Chance zugleich für Finanzdienstleister
Ein sensibles Thema für den Finanzsektor. Um diesen Punkt genauer zu durchleuchten, haben unsere Experten von GFT eine neue Studie herausgegeben: „Impact of Mobile Payments on the Financial Services Sector“.
Marika Lulay (Vorstandsmitglied von GFT): „Eine gut durchdachte Mobile-Banking-Strategie ist für Banken längst ein geschäftlicher Imperativ geworden. Das Thema Bezahlen sollte darin eine entscheidende Rolle spielen.“
Die GFT Studie empfiehlt den Banken, neben kontinuierlicher Marktbeobachtung, ihre mobile Präsenz so weiterzuentwickeln, dass sie Kunden mit ihren Bedürfnissen gezielt anspricht. Lesen Sie den Rest dieses Eintrags »
25 Mrz 2013
Geschrieben von Bernd-Josef Kohl in Business Trends
Bis in knapp einem Jahr, am 1. Februar 2014, die Richtlinien der Single Euro Payments Area (SEPA) in Kraft treten, haben Unternehmen noch einiges zu tun. Denn bis zum Stichtag müssen sie ihre internen Prozesse richtlinienkonform gestalten, sonst drohen verspätete Zahlungen und zusätzliche Kosten. Unsere SEPA-Experten haben eine App entwickelt, die Unternehmen anhand weniger Fragen zu Kundenstamm, Leistungsangebot und Zahlungsverkehr eine Einschätzung ihrer Situation liefert. Besteht Handlungsbedarf, erstellen wir gemeinsam mit unseren Kunden einen individuellen SEPA-Fahrplan.
Ein kurzer Rückblick: Seit Januar 2008 ist der einheitliche europäische Zahlungsverkehrsraum Realität: Die neue Euro-Überweisung kann für 32 europäische Länder einschließlich der Schweiz genutzt werden. Ein weiterer Schritt wurde im November 2009 mit der Einführung der SEPA-Lastschrift getan. Bis zum gesetzlich festgelegten Enddatum der Migration, dem 1. Februar 2014, werden diese beiden neuen Zahlungsverkehrsinstrumente die bislang bestehenden nationalen Überweisungs- und Lastschriftinstrumente fast vollständig abgelöst haben.
Sichtbarstes Merkmal der Umstellung sind die international gültigen Kennziffern BIC (Bank Identifier Code) und IBAN (International Bank Account Number). Sie ersetzen die bisherige Kontonummer und Bankleitzahl. Entsprechend müssen diese Informationen an allen betroffenen Stellen im Unternehmen geändert werden. Doch die Umsetzung der SEPA-Richtlinien bedeutet weit mehr als das: Sie umfasst eine ganze Reihe von weiteren Veränderungen, zum Beispiel im Hinblick auf Datenformate und Einreichungsfristen. Ein komplexes Projekt, das die unterschiedlichsten Unternehmensbereiche einschließt: Neben Buchhaltung, Treasury und Rechnungsstellung sind auch Abteilungen betroffen, die nicht vorrangig für den Zahlungsverkehr verantwortlich sind. Die Personalabteilung beispielsweise hat die Aufgabe, IBAN und BIC der Angestellten für die Gehaltsüberweisung einzuholen. Der Vertrieb muss die Kundendaten aktualisieren, gegebenenfalls neue Verträge und Formulare etablieren
Unsere SEPA-Experten unterstützen Unternehmen dabei, die wenige Zeit bis Februar 2014 optimal zu nutzen. Sie analysieren zunächst die Erfüllung der SEPA-Anforderungen in den unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Auf dieser Basis erarbeiten sie gemeinsam mit den Kunden einen detaillierten Projektplan.
Bei allem Aufwand darf eines nicht vergessen werden: Der eigentliche Zweck der neuen Richtlinien besteht darin, den Zahlungsverkehr in Europa zu vereinfachen. Führen Unternehmen die SEPA-Umstellung professionell durch und schaffen entsprechende organisatorische und technische Rahmenbedingungen, können sie am Ende von den Vorteilen profitieren. zum Beispiel von der Optimierung interner Prozesse, wenn der komplette Zahlungsverkehr eines Unternehmens an einer zentralen Stelle gebündelt wird. Oder von dem einheitlichen Rechtsrahmen, den die SEPA-Richtlinien schaffen und der die Erschließung neuer Absatzmärkte in der Eurozone erleichtert.
08 Mrz 2013
Geschrieben von Michael Hehn in GFT Inside
CODE_n Halle 16, CeBIT 2013: Das sind nicht nur 50 innovative Startups, das Digital Powerhouse von GFT und der Marktplatz der Pioniere von emagine.
Vor Ort sind auch unsere Recruiter, Meike Yazdani und Sebastian Spengler. Ich habe die beiden gefragt, welche Profile besondes gefragt sind und wie genau der Bewerbungsprozess bei GFT abläuft.
“Wir suchen in allen Bereichen” – Sebastian Spengler freut sich über Besucher, die sich konkret informieren oder unverbindlich networken wollen.
“Wir freuen uns über Bewerbungen” – Meike Yazdani erklärt, über welche Kanäle man sich bei GFT bewerben kann und wie der Bewerbungsprozess funktioniert
De CeBIT 2013 endet morgen, 18.00h. Bis dahin gibt es noch die Gelegenheit, GFT in der CODE_n Halle 16 live kennenzulernen. Aber auch über die E-Mailadresse career@gft.com oder Xing (Meike Yazdani / Sebastian Spengler) können Sie mit uns in Kontakt treten.
Wir freuen uns auf Sie!
05 Mrz 2013
Geschrieben von Michael Hehn in GFT Inside
Seit fast acht Stunden hat die CeBIT 2013 nun ihre Pforten geöffnet und die besondere Atmosphäre in der von Vincent Tavenne gestalteten CODE_n Halle 16 zieht die zahlreichen Besucher in den Bann.
Am GFT Stand, unserem “Digital Powerhouse”, informieren unsere Experten zu Themen von Mobile Tan über HANA bis SEPA.
Zudem gibt es bei Twitter und Facebook die neuesten Informationen und viele Bilder direkt aus Hannover.
Besuchen Sie uns auf der CeBIT 2013: Halle 16, Stand D30!
26 Feb 2013
Geschrieben von Janina Benz in Business Trends, GFT Inside
Der Finanzsektor erlebt derzeit eine digitale Revolution, die neuen Geschäftsmodelle erfordern schnellere Reaktionszeiten und besseren Kundenservice. Sowohl im Banking als auch in der Beratung laufen Prozesse zunehmend über mobile Technologien ab. Gleichzeitig müssen riesige Datenmengen in Echtzeit analysiert werden, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Auf der CeBIT präsentieren wir in Halle 16 mobile Lösungen von Big Data bis SEPA für die Bankberatung und den Zahlungsverkehr.
Banken und Sparkassen müssen Informationen über Finanzprodukte und -risiken in Echtzeit und vor allem sicher bereitstellen – über alle Arten von Endgeräten. Wie dies aussehen kann, erleben die CeBIT-Besucher in Hannover vom 5. bis 9. März am Stand von GFT.
Diese Lösungen präsentieren wir vom 5. bis 9. März auf der CeBIT in unserem „Digital Powerhouse“:
SAP HANA Kreditscoring in Echtzeit
Mit In-Memory-Datenbanken können Banken große Datenmengen während des Beratungsgesprächs auswerten. Unsere vorgestellte Lösung basiert auf der Technologie SAP HANA. Kunden profitieren davon, dass wichtige Informationen in Echtzeit verfügbar sind.
Mobile TAN-Identifizierung
Gemeinsam mit der Eberhard-Karls-Universität Tübingen entwickelt GFT eine Smartphone-basierte Lösung, mit der Bankkunden ihre Online-Aufträge autorisieren können. Dabei wird zunächst ein 2D-Code am Bildschirm gescannt. In Kombination mit der Girocard berechnet die App eine TAN, die dann am PC eingegeben werden kann.
SEPA Quick Check für Unternehmen
Ab Februar 2014 wird Europa zu einem einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum, kurz SEPA. Auch deutsche Banken und Unternehmen müssen ihre Überweisungen dann nach den entsprechenden Richtlinien tätigen. Mit der neuen Smartphone-App von GFT können sie schnell und einfach überprüfen, ob ihre Zahlungssysteme bereits fit für SEPA sind.
Mobile Banking über verschiedene Plattformen
Eine Multiplattform-Architektur ist eine entscheidende Eigenschaft von mobilen Anwendungen, damit sie zukunftsfähig bleiben. Wir präsentieren eine Reihe neuer Finanz-App, die genau das leisten. Sie sind gleichermaßen geeignet für Smartphones und Tablets, sie laufen unter Android genauso wie unter iOS und verfügen über verschiedene Sprachversionen.
Wie im vergangenen Jahr präsentiert sich GFT im Rahmen von CODE_n auf der CeBIT in Hannover Die von GFT ins Leben gerufene Initiative bringt 50 internationale Start-ups in einer eigenen, künstlerisch gestalteten Messehalle zusammen.
In diesem außergewöhnlichen Umfeld der Halle 16 findet am Donnerstag, 7. März, ab 11:30 Uhr ein GFT Pressegespräch statt. Dabei informiert Marika Lulay die von GFT entwickelte Lösung zum Thema „Big Data mit SAP HANA: Kreditscoring in Echtzeit“. Bei Interesse, melden Sie sich hierzu bitte per Mail an presse@gft.com an.
07 Feb 2013
Geschrieben von Janina Benz in Business Trends
In unserer aktuellen Studie „Einfluss von Social Media auf den Finanzsektor“ wird die Fidor Bank als Best Practice-Beispiel für Community Banking aufgeführt. Das hat mich neugierig gemacht: Wie sieht eine Bank aus, die auf Social Media-Wirkungsmechanismen aufgebaut ist? Matthias Kröner, Vorstandssprecher der Fidor Bank, hat mir die Gelegenheit gegeben, ihn in der Fidor-Zentrale in München persönlich danach zu fragen.
Janina Benz: Wie kommt man auf die Idee, eine Bank zu gründen?
Matthias Kröner: Mittlerweile zählen wir das fünfte Jahre nach der Krise und der Vertrauensverlust in das Bankensystem ist bei den Kunden eher größer als kleiner geworden. Kaum etwas hat sich verändert. Die Beziehung zwischen Bank und Kunden gleicht immer noch einem notwendigen Übel, nicht einer gewollten Beziehung.
Die Internetentwicklung hat uns gezeigt: Man kann neues Banking aufbauen. Die Krise hat uns gezeigt: Man muss neues Banking aufbauen!
Und durch unsere Erfahrung, schon einmal eine Bank aufgebaut zu haben, scheut man sich nicht, diesen Schritt zu gehen. Hört sich jetzt im Nachhinein natürlich etwas leichter und lapidarer an, als es tatsächlich war. Aber für uns war klar: Die Social Media-Mechanismen werden das Kundenverhalten maßgeblich verändern und auch Privatbanken werden diese Entwicklungen zu spüren bekommen. In diesen Veränderungen sahen wir großes Potential etwas Neues zu gestalten.
JB: Gegründet wurde die Fidor Bank in 2009. Wie beschafft man mitten in einer Wirtschaftskrise das Kapital für eine Bank? Lesen Sie den Rest dieses Eintrags »
04 Feb 2013
Geschrieben von Miguel Reiser in Business Trends
Anfang Januar haben wir den ersten Teil unserer Studie: „Der Einfluss von Social Media auf den Finanzsektor“ vorgestellt. Im vergangenen Beitrag lag der Schwerpunkt auf der Bedeutung der sozialen Netzwerke für die Zukunft des Finanzsektors. Im heutigen Teil geht es um weitere interessante Aspekte bezüglich der Entwicklung der Banken. Insbesondere fallen in diesem Zusammenhang die neuen Geschäftsmodelle auf, die in der jüngeren Vergangenheit auf dem Sektor aufgetaucht sind. Auch wenn einige davon auf dem weltweiten Finanzmarkt noch eine untergeordnete Rolle spielen, sollte man ihre Entwicklung verfolgen, da sie maßgeblich für die zukünftige Ausrichtung der Finanzinstitute sein könnten.
Welche anderen Geschäftsmodelle werden in den nächsten Jahren eine zentrale Rolle spielen und das Finanzgeschäft erweitern? Dank der sozialen Netzwerke haben sich zudem neue Ansätze bei den Finanzdienstleistungen gezeigt. Beispielsweise Peer-to-Peer-Kredite (P2P), Mikrozahlungen oder Bankengemeinschaften. Hier wird in den nächsten Jahren in den USA ein Wachstum von über 100 % bei dieser Art Geschäftsmodelle erwartet. Vor diesem Hintergrund hat die Bank of America ihre Online-Community gegründet, in deren Rahmen Kleinunternehmer Informationen und Ideen austauschen können. Das Ziel besteht darin, dass die Nutzer über Foren und Posts vom Wissen und den Erfahrungen anderer profitieren. Für die Bank besteht der Reiz darin, durch die Analyse der Interaktionen auf diesem Kanal mehr über die Bedürfnisse ihrer Kunden zu erfahren.
Die Big-Data-Herausforderung
Ein weiterer Entwicklungstrend, den der Finanzsektor nicht unberücksichtigt lassen darf, sind die Herausforderungen, die durch Big Data entstehen. Die großen Mengen an qualitativen Informationen, die sich über die Kunden gewinnen lassen (Beziehungen, Reisen, Verhaltensmuster usw.) sind eine große Chance für die Banken, um für jeden einzelnen Kunden wesentlich individuellere und auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnittene Marketingmaßnahmen zu entwerfen und durchzuführen.
Ohne Zweifel bringt die Studie von GFT zum Ausdruck, dass die Nutzung der sozialen Netzwerke und deren Zusammenspiel mit anderen Faktoren wie der Mobilität in Form von Smartphones eine entscheidende Rolle spielen sollte, damit die Banken ihre Kunden jederzeit begleiten und ihnen allerorts die Dienstleistungen, die ihren Bedürfnissen entsprechen, anbieten und bei Problemen eine schnelle Antwort liefern können.
Möchten Sie mehr über diese Studie von GFT erfahren? Unter diesem Link können Sie ein komplettes Exemplar der Studie „Der Einfluss von Social Media auf den Finanzsektor“ in englischer Sprache bestellen.
Vom cloudbasierten Smart-Home-Ansatz über eine Community-Plattform, die grüne Entrepreneure und Investoren vernetzt, bis hin zum ersten Elektro-Helikopter der Welt: 250 junge Unternehmen hatten sich mit ihren Geschäftskonzepten beim CODE_n13 Contest registriert.
Kurz vor Weihnachten war es soweit: Die 50 besten Bewerber wurden offiziell bekannt gegeben. Die Finalisten aus 13 verschiedenen Ländern werden diesen März auf die CeBIT 2013 eingeladen und erhalten dort die Möglichkeit, ihre smarten Lösungsansätze zur Gestaltung der Energiewende vor internationalem Publikum vorzustellen. Zudem sind sie weiterhin im Rennen um einen der beiden CODE_n Awards in den Kategorien „Startup“ und „Emerging Company“.
Alle, die uns schon etwas länger begleiten, wissen, dass CODE_n für die ganze Belegschaft mehr als nur ein Wettbewerb ist. Mit CODE_n bringen wir 50 außergewöhnliche Talente fünf Tage lang an einem Ort zusammen und schaffen so eine einzigartige Atmosphäre von Pioniergeist und Inspiration – in diesem Jahr rund um die Themen der Energiewende. Damit wird CODE_n 2013 zum wichtigsten Marktplatz für grüne Themen auf der CeBIT. In einer vom Künstler Vincent Tavenne gestalteten Messehalle präsentieren die Finalisten ihre Geschäftsmodelle als eigene Interpretationen zum Thema „Smart Solutions for Global Challenges“. Dabei bespielt CODE_n die 4.000 Quadratmeter der Halle 16 mit einem Ausstellungskonzept, das gewohnte Muster radikal durchbricht und den temporären Charakter einer Messe auf besondere Weise inszeniert.
Auch unser exklusives Veranstaltungsprogramm lässt sich sehen. Hierzu zählt etwa der Smart Grid Summit, den der Hightech-Verband BITKOM und der ZVEI am 8. März 2013 bei CODE_n veranstalten. Führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik wie Bundesumweltminister Peter Altmaier diskutieren über die entscheidende Bedeutung von intelligenten Stromnetzen für das Gelingen der Energiewende.
Das Highlight bildet die Verleihung der mit 15.000 Euro dotierten CODE_n Awards am 7. März 2013 im Rahmen einer spektakulären Show. Zusätzlich stiftet Dell einen Sonderpreis mit einem Preisgeld von 10.000 € für die beste Business-Applikation auf Basis von Windows 8. Ebenfalls erhalten noch drei Finalisten aus Deutschland ein Crowdfunding über Seedmatch, bei dem sie Beteiligungskapital von bis zu 200.000 Euro akquirieren können.